Vorsichtig und unter Einhaltung der Corona-Regeln hat die Stadt Singen wieder ihre kulturellen Einrichtungen geöffnet. Catharina Scheufele, Fachbereichsleitung Kultur, schränkt aber ein: „Klare Aussagen zu treffen ist schwierig, solange die Öffnungen vom jeweiligen Inzidenzwert abhängig sind.“

In Singen hat allen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten zum Trotz das Kulturbüro Öffnungen für folgende Einrichtungen genannt: Im Kunstmuseum Singen sind noch bis zum 6. Juni die beiden Ausstellungen „Thomas Kitzinger“ zu sehen. Das Archäologische Hegau-Museum zeigt die Dauerausstellung „Die Archäologie des Hegaus – von der Steinzeit bis zu den Kelten“ mit Mitmach-Stationen. Ebenso kann man im MAC Museum Art & Cars unter anderem die Gianni Versace Resprotective sehen und in der Galerie wird die Ausstellung „Schwarzwald 2.0“ von Sebastian Wehrle gezeigt sowie Oldtimer der 20er- und 30er-Jahre, Fotokunst der 20er-Jahre und Arbeiten von Beatrice Hug – Fantastische Fotografien gepaart mit Fahrzeugen der 60er- und 70er-Jahre.

Terminvereinbarung ist erforderlich

Alle drei Kultureinrichtungen öffnen unter der Voraussetzung, dass der Inzidenzwert fünf Tage in Folge unter 100 bleibt sowie nach vorheriger Terminvereinbarung. Das Stadtarchiv ist zur Akteneinsicht, Beratung bei Recherchevorhaben und zur Bereitstellung von Geräten zur Digitalisierung von Quellen geöffnet. Auch hier muss vorab per Telefon oder Mail ein Termin vereinbart werden, ebenso für die Städtische Bibliothek.

Die Jugendmusikschule hat wegen der erhöhten Inzidenz im Landkreis noch geschlossen. Der Fernlernunterricht sowie Schnupperangebote sind jedoch nach Voranmeldung möglich. Bis aufs Weiteres halten die Stadthalle, das Kulturzentrum Gems sowie die Färbe ihre Türen für alle Kulturveranstaltungen geschlossen.

In Engen soll es ebenfalls schrittweise zurück zur Normalität gehen. Die aktuellen Maßnahmen des Landes Baden-Württemberg zur Pandemiebekämpfung sehen eine Öffnung der Museen vor, vorausgesetzt der Inzidenzwert im Landkreis liegt unter dem Wert von 100, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Es ist vorgesehen, dass das Städtische Museum und Galerie nach Terminvereinbarung für Gruppen bis maximal fünf Personen aus zwei Haushalten geöffnet sein wird. Zurzeit können nur die Abteilungen Archäologie und Stadtgeschichte besichtigt werden.

Die nächste Wechselausstellung der Künstlerin Christiane Pieper soll laut aktueller Planung ab dem 24. April gezeigt werden. „Da das Museumspersonal aktuell die Impfberatung für Engener mit übernommen hat, nutzen wir die Beratungszeiten nun auch als Öffnungszeiten des Museums“, erläutert Museumsleiter Velten Wagner.

Abholservice bei der Stadtbibliothek

Seit Dienstag bietet die Engener Stadtbibliothek einen sogenannten Click-and-meet-Service an. Ein Besuch ist nach Anmeldung (telefonisch oder per E-Mail) während eines Zeitfensters von 20 Minuten möglich. Die Stadtbibliothek bittet Nutzer dann zur Medienausleihe nach Möglichkeit den Selbstverbucher zu nutzen. Die Medienrückgabe erfolgt in der Bibliothek mithilfe eines bereitgestellten Rückgaberegals.