Wie geht es weiter? Wie können die Folgen der Corona-Krise bewältigt werden? Seit März 2020 im Lockdown, ist der Kunst- und Kulturbetrieb besonders hart betroffen. Auf Einladung der grünen Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger aus Singen beantwortete Staatssekretärin Petra Olschowski in einer Videokonferenz Fragen von Vertretern unterschiedlicher Kultureinrichtungen im Umkreis.

Petra Olschowski: „Dank weiterer Impfungen und Tests können wir wieder Fahrt aufnehmen.“
Petra Olschowski: „Dank weiterer Impfungen und Tests können wir wieder Fahrt aufnehmen.“ | Bild: Grüne BW

„Dank weiterer Impfungen und Tests können wir wieder Fahrt aufnehmen“, ist Olschowski überzeugt, dass auch im Bereich Kultur ab Mitte Juni Öffnungen schrittweise wieder möglich sein könnten. Mit Veranstaltungen unter freiem Himmel soll gestartet werden, in Innenräumen seien aufgrund höherer Ansteckungsgefahr aber nur geringere Zuschauerzahlen möglich, so Olschewski. Am Mittwoch werde die Verordnung neu beschlossen, vorausgesetzt, die Infektionszahlen steigen nicht.

Aufruf, Mittel abzurufen

Um Mindereinnahmen abzufedern, habe der Bund nach der schleppenden Auszahlung der November- und Dezemberhilfen aus dem Nothilfeprogramm einen Sonderfonds für Kulturveranstaltungen eingerichtet, von dem bis zu 2,5 Milliarden Euro abgerufen werden können. „Beantragen Sie die Mittel, wer zuerst da ist, bekommt auch zuerst“, ermutigte die Staatssekretärin die Teilnehmer der Konferenz, die Mittel in Anspruch zu nehmen. In Baden-Württemberg riefen die Kultureinrichtungen am wenigsten ab. Versicherte bei der Künstlersozialkasse konnte sie beruhigen, für freie Künstler würden die Regeln angepasst.

Großen Zuspruch hat die Videokonferenz mit Staatssekretärin Petra Olschewski zur Zukunft von Kunst- und Kulturbetrieben gefunden.
Großen Zuspruch hat die Videokonferenz mit Staatssekretärin Petra Olschewski zur Zukunft von Kunst- und Kulturbetrieben gefunden. | Bild: Christel Rossner

Eine Perspektive gebe es auch für Chöre. Geimpfte und Sänger mit einem Test sollen sich wieder zu Proben treffen können. Auf Fragen zu Inzidenzwerten, erneuten Schließungen oder die Anzahl der Zuschauer konnte Olschewski keine konkreten Ansagen machen. Ziel sei es, die Abstandsregel aufzuheben, wenn 60 Prozent der Bürger geimpft sind oder einen Test vorweisen. Dorothea Wehinger richtete an die Kulturschaffenden die Bitte, sich auszutauschen, zu vernetzen und Ideen zu finden, um die Krisenzeit zu überbrücken.