Die Tourismus-Initiative Singen (TIS) kritisiert den Gastronomie-Dialog der Grünen-Landtagsabgeordneten Dorothea Wehinger. „Der Online-Termin wirft bei uns Touristikern große Fragen auf“, schreibt TIS-Vorsitzender Markus Bumiller. Lediglich fünf Gastronomen seien zu dem Gespräch eingeladen worden. „Doch Tourismus ist mehr als Restaurant“, mahnt Bumiller in einer Stellungnahme der Initiative an, die Tourismusbranche alles Ganzes nicht aus dem Blick zu verlieren.

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Zumindest die Beherbergungsbetriebe hätten mit angehört werden sollen. Am Bodensee würden 60.000 Menschen direkte Arbeit durch den Tourismus finden und auch im Kreis Konstanz liege die Branche – wie Bumiller schreibt – an Platz drei der Branchen mit den höchsten Beschäftigungszahlen. Nachdem sowohl Bayern als auch Niedersachsen erklärt hätten, dass Hotels, Gastronomie, Campingplätze und touristische Dienstleister ihre Angebote zum 21. Mai wieder öffnen können und auch in der Schweiz, Österreich, Slowenien, Griechenland, Niederlande, Spanien und bald auch Frankreich Tourismus wieder starten soll, gebe es in Baden-Württemberg noch keinerlei Signale Perspektiven zu schaffen.

Markus Bumiller fordert als TIS-Vorsitzender die Abgeordneten im Wahlkreis Singen/Stockach auf, zu handeln: „Es braucht umgehend eine klare und realisierbare Strategie, welche Tourismus möglich macht.“
Markus Bumiller fordert als TIS-Vorsitzender die Abgeordneten im Wahlkreis Singen/Stockach auf, zu handeln: „Es braucht umgehend eine klare und realisierbare Strategie, welche Tourismus möglich macht.“ | Bild: FDP BW

Bumiller, der als FDP-Kandidat kein Mandat bei der jüngsten Landtagswahl erreichen konnte, fordert deshalb die Abgeordneten im Wahlkreis Singen/Stockach auf, zu handeln: „Es braucht umgehend eine klare und realisierbare Strategie, welche Tourismus möglich macht.“ Dies sollte mehr Teststationen und mehr Tempo beim Impfen beinheilten. Im Sinne einer klaren Kommunikation fordert er die Abkehr von Inzidenzzahlen hin zu einer Beurteilung nach der Anzahl medizinisch behandelter Personen. Er sieht die Abgeordneten in der Pflicht, Arbeitsplätze zu sichern.

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