Dass es auch im beschaulichen Tengen Ecken gibt, für die Verbesserungsbedarf besteht, wurde zur Bürgerfragestunde im Gemeinderat deutlich. In regelmäßigen Abständen gibt es – immer abwechselnd je Teilort – eine Bürgersprechstunde. Zu dieser Sprechstunde ruft die Stadt im Mitteilungsblatt auf und bittet zuvor um telefonische Anmeldung. Im Durchschnitt melden sich etwa drei Bürger je Sprechstunde an, so das Sekretariat des Bürgermeisters. Auch außerhalb dieser Bürgersprechstunde können telefonisch persönliche Gesprächstermine mit dem Bürgermeister vereinbart werden.

Moniert wurde bei dieser Veranstaltung beispielsweise eine fehlende Schaukel auf dem Tengener Spielplatz. Normalerweise gäbe es dort zwei Schaukeln, doch eine wurde von Unbekannten entwendet. Bürgermeister Marian Schreier räumt widrige Umstände ein: Zunächst habe es Lieferprobleme wegen Corona gegeben. Danach sei auch noch eine falsche Schaukel geliefert worden. Inzwischen sei es gelungen, die neue Schaukel zur Verfügung zu stellen.

Hier beim Tengener Pfarrheim ist es schwierig, auf den Gehweg zu kommen. Die Schwelle für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle ist hoch.
Hier beim Tengener Pfarrheim ist es schwierig, auf den Gehweg zu kommen. Die Schwelle für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle ist hoch. | Bild: Uli Zeller

Wenig Hoffnung macht er bei dem Wunsch nach einem richtigen Zaun um den Spielplatz. Dort befinde sich nur ein Geländer mit zwei Querbalken. Bürgermeister Marian Schreier verweist hier auf die Aufsichtspflicht der Eltern. „Der Spielplatz ist auch optisch zur Straße hin abgegrenzt. Es gab noch nie Unfälle dort.“

Eine weitere Frage war, ob die Ortsdurchfahrt zur 30er-Zone werden könne? Für Tengens Bürgermeister Schreier eine eher unwahrscheinliche Variante: Für mehrere Ortsdurchfahrten auf Tengener Gemarkung seien immer wieder solche Tempobegrenzung im Gespräch. Doch 2500 Verkehrsbewegungen in der Tengener Ludwig-Gerer-Straße seien zu wenig, um eine 30er-Zone genehmigt zu bekommen. Dazu sei ein Vielfaches an Durchgangsverkehr nötig, so der Bürgermeister.

Wunsch nach mehr Barrierefreiheit

Einig waren sich Kritiker und Rathauschef in der Frage nach mehr Barrierefreiheit in Tengen. Bürgersteige könnten an wichtigen Stellen abgeplättet werden, um Radfahrern, Eltern mit Kinderwagen oder auch Senioren mit Rollatoren die Wege zu erleichtern. Doch – so Schreier auf Nachfrage des SÜDKURIER – manche Landesstraßen, etwa die zentrale Ludwig-Gerer-Straße in Tengen-Dorf, würden nicht in die Zuständigkeit der Stadt fallen.

Eine prima Sache wäre beispielsweise auch eine Bushaltestelle in Nähe des Pflegeheimes. Schreier erläuterte, dass für die Buslinien das Landratsamt zuständig sei. „Die Stadt werde jedoch angehört und werde diesen Punkt auch weiterhin vorbringen“, so Schreier.

Die Koordination der Bürgerfragen liegt in der Stadtverwaltung bei Silvana Tesoniero, Telefon (07736) 92 33 33, oder per E-Mail an: S.Tesoniero@tengen.de

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