„Der SÜDKURIER bewegt“ lautet das Motto der beliebten Sommeraktion unserer Tageszeitung. Zumindest war das in den Ferien der vergangenen zehn Jahre so. Stets pflegten die Schwarzwaldvereine die Wanderwege der Region vom Schienerberg bis Hewenegg – und stets freuten sie sich, die SÜDKURIER-Leser auf manchmal unerwarteten Pfaden tief ins Herz des Hegaus zu führen.

Groß war das Interesse an den SÜDKURIER-Sommerwanderung während der vergangenen zehn Jahre regelmäßig – wie hier mit den Wanderführern der Gottmadinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins am Heilsberg.
Groß war das Interesse an den SÜDKURIER-Sommerwanderung während der vergangenen zehn Jahre regelmäßig – wie hier mit den Wanderführern der Gottmadinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins am Heilsberg. | Bild: Tesche, Sabine

Rund 4000 Wanderer haben sich seit 2009 bei insgesamt 56 Touren auf den Weg gemacht und meist ganz unerwartete Seiten der Heimat kennengelernt. Mal führten die Wanderführer des Schwarzwaldvereins die Teilnehmer zu unbekannten Orten, ein anderes Mal zu Punkten, an denen der Klimawandel in der Region seine Spuren hinterlassen hat. Bis zu 100 Leser hat die Aktion an manchen Tagen in Bewegung gesetzt. Das ist dieses Jahr nicht möglich, auch wenn im elften Jahr die Planungen der fünf Wanderungen an jedem Ferien-Freitag bereits weit gediehen waren.

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Ganz bewusst wollten SÜDKURIER und die Hegauer Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins in diesem Sommer Landwirte besuchen und sich erklären lassen, wie regionale Ernährung funktionieren kann und was Konsumenten beim Einkauf beachten sollten, wenn sie die Region stärken wollen. Doch dann entfachte ein kleines Virus große Wirkung und bei der Planung der Aktion wurde von Tag zu Tag deutlicher, dass eine derartige Großveranstaltung nicht zu den Einschränkungen der Corona-Pandemie passt.

Wandern geht derzeit nur in Kleingruppen

„Wir hatten die Hoffnung, dass die Einschränkungen schneller zurückgefahren werden“, erklärt Mit-Organisator Hans-Jörg Baumann vom Schwarzwaldverein Singen. Dem war nicht so: Ausschließlich in Kleingruppen mit eingeschränkter Teilnehmerzahl können aktuell noch Wanderungen durchgeführt werden. „Nur mit Voranmeldung und maximal 20 Teilnehmern können wir momentan wandern gehen“, berichtet Walter Zepf vom Schwarzwaldverein in Tengen. Dabei gelte es überdies, die Abstandsregeln zu wahren. Wichtiges Utensil bleibt dabei der Mundschutz.

Bild: Biehler, Matthias

Doch die SÜDKURIER-Wanderungen hatten ein anderes Ziel. Es sollten Treffen unserer Leser mit Vertretern der Redaktion sein. Abstandsregelungen waren dabei ebenso wenig Teil des Konzepts, wie Teilnehmerbeschränkungen. Unvorstellbar der Gedanke, mit bis zu 100 Teilnehmern im Gänsemarsch mit 1,50 Meter Abstand durch die Landschaft zu wandern. Eine Schlange von rund 150 Metern Länge hätte sich durch den Hegau gewunden. Deshalb hat die Singener Lokalredaktion schweren Herzen beschlossen, die Aktion in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Hoffnungen ruhen auf 2021

Dabei soll die alte Regel gelten: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Wir hoffen, dass die Aktion nächstes Jahr wieder stattfinden kann“, betont Ursula Rutz von der Gottmadinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins auch im Namen des SÜDKURIER. Und auch die beteiligten Landwirte, die ebenfalls nicht in der Lage gewesen wären, bis zu 100 Besucher zu empfangen, wollen sich auf die Sommeraktion für das nächste Jahr vorbereiten.

Denn es hat sich in den vergangenen Jahren kaum übersehen lassen, wie groß das Interesse an diesem sommerlichen Angebot im Hegau ist. Und das Thema Regionalisierung wird im Rahmen von „der SÜDKURIER bewegt“ gewiss auch im Jahr 2021 von Interesse sein. Dann wollen Wanderführer, Redaktionsmitglieder und Leser gemeinsam in Erfahrung bringen, was an der Milch aus dem Hegau besonderes ist, wo die leckersten Äpfel wachsen oder ob Melonen auch zwischen Hohentwiel und Hohenstoffeln gedeihen.

Das sind die Alternativen, die sich Wanderfreunden bieten

Wer sich dennoch mit den Wanderführern des Schwarzwaldvereins unter Einhaltung der Abstandsregeln auf den Weg machen will, findet hier zwei Angebote:

  • Um Rielasingen-Worblingen: Am Mittwoch, 26. August, bietet der Schwarzwaldverein Rielasingen-Worblingen eine rund zweistündige Wanderung durch die Umgebung der Gemeinde an. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Bahnhof Rielasingen. Die Teilnahmegebühr für Nichtmitglieder beträgt 2 Euro. Wichtig: Es ist eine Anmeldung erforderlich. Es wird eine Liste bereitliegen, in der Name, Vorname, Adresse und Telefonnummern aller Teilnehmer einzutragen sind. Ansonsten gelten die allgemeinen Corona-Vorschriften: Keine Erkrankung, Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten, zum Treffpunkt einen Mund-Nasen-Schutz bereit halten. Anmeldung bei Gudrun Fenten, Telefon (07731) 3192657.
  • Richtung Albbruck: Unter Beachtung der Corona-Regeln wird am Sonntag, 23. August, am Rhein entlang von Waldshut nach Albbruck gewandert. Als Wegstrecken sind neun und 15 Kilometer möglich. Treffpunkt ist um 10 Uhr an der Tengener Randenhalle. Anmeldung bei Andrea Böger, Telefon (07731) 782162. Eine Radtour im romantischen Donautal von Sigmaringen nach Tuttlingen über etwa 62 Kilometer startet am Sonntag, 23. August, ab 9 Uhr am Bahnhof Tuttlingen mit Walter Zepf, Anmeldung: Telefon (07736) 98871.

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