Sport- und Freizeiteinrichtungen, Skateboardanlagen, Laufbahnen und Volleyballplätze – das Stadtjugendkomitee Singen will vieles in der Stadt verändern. Im Austausch mit Fabian Wilhemsen, dem städtischen Abteilungsleiter für Sport und Bäder, sollen die Ideen der Jugendlichen nun angegangen werden. Der Fokus des Sportausschusses ist der Bau einer Pumptrack-Anlage, eine speziell beschaffene Mountainbike- und Skateboardstrecke.

Pumptrack-Anlage soll jederzeit zugänglich sein

Die aus Erde und Lehm geschaffene Anlage ist mit Wellen und Steilkurven versehen, die beim Befahren für eine möglichst hohe Geschwindigkeit der Räder sorgen soll. In Konstanz gibt es einen solchen Pumptrack bereits in mobiler Form, also mit immer wechselndem Standort. Zuletzt stand die Anlage auf einem Platz beim Landratsamt.

Das Jugendkomitee im Ratssaal: Es will Jugendlichen mehr Liebensqualität bieten.
Das Jugendkomitee im Ratssaal: Es will Jugendlichen mehr Liebensqualität bieten.

„Es ist wichtig, dass Jugendliche öffentliche Sportanlagen zur Verfügung gestellt werden, die nicht vereinsgebunden sind. Das schafft Flexibilität und jeder kann Sport machen, wann er möchte“, sagte Wilhelmsen in der Sitzung des Jugendkomitees überzeugt von dem Anliegen des Komitees. Weiterführend schlug das Jugendkomitee vor, einen neuen Sport- und Freizeitkomplex in der Südstadt mit Fußball- und Basketballfeldern zu errichten. Außerdem soll es mehr Laufstrecken für Ausdauersportler in der Stadt geben. „Auch Volleyballplätze sind in Singen eine Seltenheit“, ergänzte Jon-Lawrence Niklaus aus dem Sportausschuss.

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Dass es mehr Sportangebote für die Jugend in Singen geben muss, hierbei sind sich das Komitee und der Abteilungsleiter einig. Fraglich ist nur, wo die Einrichtungen aufgebaut werden sollen. Tizian Mattes vom Jugendkomitee hinterfragte die ursprüngliche Idee, den Freizeitkomplex neben den bereits vorhandenen Skatepark in der Südstadt zu bauen. „Ich bin nicht überzeugt davon, alle sportlichen Angebote an einen Flecken in Singen anzusiedeln. So haben nicht alle Jugendlichen die Möglichkeit, diese zu nutzen“, entgegnete er. Wilhelmsen stimmte zu. Doch er glaubt, dass wenige Sportzentren sinnvoll seien, in denen mehrere Gruppierungen zusammenkommen, um mutwillige Zerstörungen kontrollieren können.

Stadtjugendreferentin Jennifer Störk brachte die Idee einer App mit ein, die „Places to stay“, also öffentliche Freizeitplätze in Singen sichtbar machen soll. Die App müsse allerdings professionell aufgebaut und betreut werden. In einer weiteren Konferenz soll mit der Digitalisierungsbeauftragten der Stadt soll näher darauf eingegangen werden.

Weihnachtskonzert im Cano?

Nach dem Gespräch mit Wilhelmsen wurde über weitere Ideen abseits von Sport gesprochen. So plant der Kulturausschuss des Stadtjugendkomitees ein Weihnachtskonzert im Cano, dessen Organisation durch die sich verschlechternde Pandemielage allerdings erschwert wird. Des Weiteren plant der Ausschuss Schule und Ausbildung einen Leitfaden für Singener Schulleitungen, der für einheitliche und faire Ausstattungs- und Hygienebedingungen sorgen soll.