Jörn Greszki ist überzeugt davon, dass man die Welt in ihrem derzeitigen Zustand stabilisieren kann. Aber die derzeitige Regierung würde definitiv alle notwendigen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels um Jahre verschieben. „Um wirklich große Effekte zu erzielen, sind kreative Ideen gefordert. Es braucht weitreichendere Weichenstellungen in der Politik, die auch umgesetzt werden“, sagt Greszki.

Der Singener bezweifelt, ob man dies mit dem „politischen Opportunismus der deutschen Volksparteien“ erreichen könne. Greszki war langjähriger Grünen-Wähler, trat dann der KlimalisteBW (KL) bei und kandidiert für die neu gegründete Partei bei der Landtagswahl.

„Mutiger und ökologischer“

„Wir müssen unser Leben und die Wirtschaft wesentlich mutiger und ökologischer umgestalten, als die grüne Regierung es vorhat“. Dies bedeute nicht, dass die Bürger alles Gewohnte aufgeben müssten. Als Berater in der Telekommunikations-Branche zählt Greszki sich zu den Analysten und Pragmatikern der KL, die praktische Lösungen umsetzen möchten.

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Als Vater von zwei Töchtern – die jüngere ist in der 9. Klasse, die ältere studiert – hat er das Thema Schule hautnah miterlebt. Anstelle digitaler Aufrüstung in den Schulen müssten mehr Lehrer eingestellt werden, was auch kleinere Klassen bedeute.

Um Voraussetzungen für Präsenzunterricht zu schaffen, seien Hepa-Filter eine Möglichkeit. Diese würden die Virenbelastung in Räumen drastisch reduzieren und könnten schnell zum Einsatz kommen. Das habe auch der Landeselternrat vorgeschlagen – und in Behörden und Ministerien seien die Filter schon Standard, erklärt Greszki.

ÖPNV enger takten

Auch die Mobilität könne man anders gestalten, indem man den ÖPNV enger takte. Für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sieht Jörn Greszki die Politik auch auf kommunaler Ebene in der Pflicht.