Fachkräftemangel und schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege sind immer wieder ein Thema. Auch die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig die Pflege ist und welch große gesellschaftliche Bedeutung ihr zukommt.

PZH setzt eigene Konzepte um

Helmut Matt, Inhaber und Geschäftsführer des Pflegezentrum Hegau (PZH), hat deshalb zusammen mit seiner Tochter und Assistentin Laura Matt Konzepte entwickelt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Wir sind dafür bekannt, dass wir die Dinge anpacken“, so Matt.

Man wolle im PZH nicht klagen oder warten, bis irgendjemand etwas tun würde, sondern die Dinge einfach selber entwickeln und dann auch umsetzen. „Das ist unsere Stärke“, so der erfahrene Geschäftsführer, der auch in Hüfingen das Fürstlich Fürstenbergische Altenpflegeheim leitet und dort dieselben Ideen umsetzt wie in Singen.

Hilfe wird dringend benötigt

Viele Pflegefachkräfte kommen aus dem Ausland. Für diese Menschen schufen Helmut und Laura Matt Strukturen, um ihnen den Einstieg in die Arbeit im Pflegezentrum Hegau zu ermöglichen und zu erleichtern.

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„Unser Gesundheitssystem würde ohne diese ausländischen Pflegefachkräfte gnadenlos zusammenbrechen“, unterstreicht Helmut Matt die Wichtigkeit dieser Hilfe aus dem Ausland. Die Matts haben extra eine Immobilien GbR gegründet, um ihrem Personal Wohnungen in Arbeitsplatznähe vermieten zu können. Diese Wohnungen, insgesamt sind es über 20 Stück, sind unterschiedlich groß, damit auch für Familien ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht.

Begleitung und Integration

Außerdem gründete Helmut Matt eine Personalvermittlungsfirma. Damit werden professionell Kontakte zu ausländischen Pflegefachkräften geknüpft. Unter anderem wurden damit schon Kontakte zu Fachkräften nach Vietnam, Serbien und auf den Philippinen hergestellt. Dabei geht es nicht ums Geldverdienen oder um hohe Provisionen, sondern darum, die in Deutschland dringend benötigten Fachkräfte hierher zu begleiten und sie zu integrieren.

Konkret geholfen wird den aus dem Ausland kommendem Personal bei allen behördlichen Angelegenheiten, bei der Integration ins deutsche Kultur- und Arbeitsleben und beim Erlernen der deutschen Sprache. Wer Bedarf hat, erhält von einem extra dafür angestellten Deutschlehrer zweimal die Woche in kleinen Gruppen auf Firmenkosten Deutschunterricht.

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Auch damit werden die Mitarbeiter auf eine Prüfung vorbereitet, die nach einem eigens entwickelten Schulungsplan für eine Anerkennungsschulung für ausländische Abschlüsse konzipiert wurde. So gelingt dann auch die Anerkennung des Titels in Deutschland.

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