Es gibt eine Lex Fondium. Wirksam wurde sie im Singener Gemeinderat bei der Debatte um die Gewerbesteuer. Für eine Anhebung gibt es gute Gründe: Die Stadt wächst, die Hebesätze sind im Vergleich mit anderen Städten niedrig und der Ausbau der Infrastruktur dient nicht zuletzt der Wirtschaftsförderung. Dennoch sprach sich eine überwältigende Mehrheit der Stadträte dagegen aus. Den Namen Fondium nahm dabei niemand in den Mund – aber alle wussten, dass es einzig um dieses Unternehmen ging und keiner wollte die Bemühungen um eine Konsolidierung unterlaufen.

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Das ergibt sich aus der Größe des Unternehmens, doch es ist nicht der einzige Grund. Fondium – ehemals GF – gehört zur Singener DNA und hat als industrieller Recycling-Betrieb mit seinen Qualitätsstandards das Zeug zur Neubestimmung der Stadt. Diese Bedeutung war mit Sicherheit auch einer der Gründe für die drei ehemaligen GF-Mitarbeiter, die mit der Fondium-Gründung ins unternehmerische Risiko gegangen sind. Mit der beinharten Verhandlung um den Sanierungstarifvertrag steht die Lex Fondium jetzt allerdings vor einer ultimativen Bewährungsprobe.

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