Mit dem neu erschienenen Kurzfilm zum Werk „Weltraum“ des Karlsruher Künstlers Lukas Schneeweiss (Jahrgang 1979) setzt die Stadt Singen ihre 2018 gestartete Filmreihe zur Erschließung der Kunstwerke im öffentlichen Raum fort. Dies schreibt die Stadt in einer Presseinformation.

Der nicht ganz zweiminütige Film über die 2019 realisierte Arbeit am Tiefgaragenaufgang beim Herz-Jesu-Platz ist ab sofort online zu sehen. Man findet ihn auf der Kultur-Homepage unter www.singen-kulturpur.de

Tausende Sterne blitzen auf

Obwohl Tiefgaragenaufgänge für die meisten Menschen nicht zu den angenehmsten Orten gehörten, sei es Lukas Schneeweiss gelungen, diesen Raum in einen außergewöhnlichen, positiv besetzten Ort zu verwandeln, schreibt die Stadt.

Der Kurzfilm vermittle auf anschauliche Weise die Wirkung, die von Schneeweiss‘ „Weltraum“ ausgeht: Wer die Treppen im Inneren hinaufsteigt, fühlt sich in einen weiten, ultramarinblau schimmernden Weltraum versetzt mit tausenden aufblitzenden „Sternen“ – in Wirklichkeit eine Komposition aus unterschiedlich großen Punkten. Fällt das Licht durch die blauen Scheiben hindurch, so strahlt das Bauwerk auch auf den Herz-Jesu-Platz aus.

Tradition des Glaskunstwerks

Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen, erläutert im Film diese Arbeit, mit der Lukas Schneeweiss die alte Tradition des Glaskunstwerks aufgreift und in unmittelbarer Nähe zur Herz-Jesu-Kirche in die heutige Zeit überführt. Der Filmemacher und Künstler Lukas Schneeweiss ist im bayerischen Vilsbiburg geboren und hat von 2007 bis 2012 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Leni Hoffmann, Martin Pfeifle und Sebastian Koberstädt studiert.

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Die zeitgemäße Vermittlung zur Kunst in Singens öffentlichem Raum soll laut Mitteilung mit dem Dreh weiterer Kurzfilme weitergehen. Der Film zur Installation „The Golden Apples“ des international bekannten Künstlerehepaares Ilya und Emilia Kabakov ist bereits vor zwei Jahren erschienen – dieses Kunstwerk im Singener Stadtgarten zieht nach wie vor viele Besucher aus nah und fern an.

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