Zum Jahreswechsel soll im Singener Kneipentheater Die Färbe wieder die leichte Muse ihren Platz bekommen – und SÜDKURIER-Leser erhalten die Gelegenheit, eine Kostprobe zu erleben.

Zur nächsten Premiere des Färbetheaters verlosen wir wieder freie Plätze zur Generalprobe am Nikolaustag, 6. Dezember, um 20.30 Uhr im Kneipentheater an der Schlachthausstraße. „Das passt ja“, sagt Färbe-Intendantin Cornelia Hentschel und kündigt die Komödie „Willkommen in deinem Leben“ von Michael McKeever an.

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Elmar F. Kühling führt Regie

Aktuell sei das Ensemble im Endspurt. „Noch bis einschließlich 26. November zeigen wir unser aktuelles Stück ‚Merlin oder Das wüste Land‘ in der Inszenierung von Klaus Hemmerle“, berichtet Hentschel. Danach stehe die nächste Premiere an. Die sei selbstverständlich längstens in Vorbereitung. „Das darf mit Spannung erwartet werden“, so Hentschel.

Färbe-Schauspieler und Regisseur Elmar F. Kühling inszeniert mit Alexandra Born, Daniel Leers, Fionn Stacey und Bianca Waechter die McKeevers Komödie. „Bereits bei seiner letzten Regiearbeit im vergangenen Frühjahr präsentierte Kühling anspruchsvolles Boulevardtheater mit nachdenklich machendem Hintergrund“, erinnert Hentschel an den sensationellen Erfolg der Komödie „Die Niere“.

Szenenfotos aus dem Färbe-Stück „Die Niere“ mit Milena Weber und Daniel Leers.
Szenenfotos aus dem Färbe-Stück „Die Niere“ mit Milena Weber und Daniel Leers. | Bild: Eric Bührer

Auch diesmal geht es um das große Thema einer tödlich verlaufenden Krankheit. „Willkommen in deinem Leben“ spielt in einem heruntergekommenen Motel mitten in der Wüste von Arizona, irgendwo im Nirgendwo, wohin es Charlie und den Anhalter Wally verschlagen hat. Charlie ist sterbenskrank und will ein Buch über sein Leben schreiben.

Doch Wally hat anderes im Sinn. Er ist Charlies „persönlicher Tod“. Während er seinen Job erledigen will, verliebt sich Charlie in die Motel-Besitzerin Nell. Das ruft Kiki auf den Plan, die „blinde Liebe“. „Wally und Kiki ringen um ihren Schützling – ein Kampf mit offenem Ausgang“, beschreibt Hentschel den dramaturgischen Kniff.

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Aus der Frage, was das Leben ausmache, entwickele der Autor mit großer Leichtigkeit eine Komödie um die ernsten Themen Leben, Liebe und Tod. Und: „Er führt dem Zuschauer herzerfrischend vor Augen, dass es erst vorbei ist, wenn es vorbei ist.“

Das Ensemble bewerte McKeevers Stück als gelungenen Appell, sein Leben zu leben und das Dasein auszukosten. Es sei romantisch und voll skurrilem Humor. „Und die Dialoge in diesem modernen Märchen sind genauso staubtrocken wie der Sand in der Wüste Arizonas.“

Silvester-Sause schon geplant

Nach längerer Pause werde es in diesem Jahr auch wieder eine Silvester-Vorstellung geben. Dazu werde ein Menü angeboten, und nach der Vorstellung ist eine gemeinsame Feier mit dem Ensemble zum Start ins neue Jahr geplant. „Unser Färbe-Showballett will auch wieder einen Auftritt servieren“, so Hentschel.

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Der Vorverkauf hat begonnen, so Hentschel. „Die Färbe-Silvesterfeiern der Vergangenheit waren Kult. Und wann wäre der Zeitpunkt, um daran anzuknüpfen, besser als jetzt nach der langen Corona-Unterbrechung?“