Elmar Veeser

Der Stadtseniorenrat wird nun von einem fünfköpfigen Führungsteam geleitet, das berichtete Uli Meile bei der Mitgliederversammlung im Treffpunkt Horizont. Dieser Schritt sei gemacht worden, um den ständig wachsenden Aufgaben und Anforderungen besser gerecht zu werden. Auf der nächsten Mitgliederversammlung 2023 wolle man dann die Satzung an das neue Leitungskonstrukt anpassen.

Das Angebot

Der Stadtseniorenrat verfügt in der Marktpassage in Singen über barrierefreie Räumlichkeiten, in denen, nach Wochentagen und Stunden säuberlich getaktet, Veranstaltungen und Beratungen zum Wohle der Singener Senioren stattfinden. Am Montagmorgen, zwischen 10 und 12 Uhr, treffen sich dort die älteren Menschen zum „Offenen Seniorentreff“, wie Christine Schabinger auf der Mitgliederversammlung berichtete.

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Bei Karten-, Brett- und anderen Denkspielen bestehe dort die Möglichkeit, zwanglos neue Kontakte zu knüpfen sowie Bekanntschaften und Freundschaften zu pflegen. Jeden zweiten Montag treffe man sich in der Gaststätte „Chez Léon“ statt in der Marktpassage. Neu ist, dass Christine Schabinger Gespräche und Informationen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige am zweiten Donnerstag des Monats, zwischen 9 und 12 Uhr, anbietet.

Sie ist ausgebildete Betreuungsassistentin und verfügt über mehrjährige Erfahrung in diesem Feld. Sie vertritt auch den SSR beim „Aktionsbündnis Demenz Singen/Hegau“ und verfügt über die Kompetenz, Betroffenen weiterzuhelfen, indem sie auf Hilfsangebote hinweist und die betroffenen Personen an die zuständigen Stellen weiterleitet.

Treffen für Computer-Begeisterte

Dienstag und Mittwoch, jeweils von 14 bis 17 Uhr, kümmern sich bis zu sechs Mann in der Computeria, wo Computer und Internet genutzt werden können, um die Kunden, einige davon hoch betagt, wie Paul Straubinger berichtet und, wie er mit einem Lächeln hinzufügt, sei ihr ältester Kunde über 100 Jahre alt.

Der SSR hilft bei Problemen mit dem Computer, dem Tablet oder dem Smartphone und bietet unter anderem Workshops zu Smartphone-Apps und dem Betriebssystem Windows an.

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Claus Friberg berichtete dann vom „Treffpunkt SSR“, wo donnerstags 9 und 12 Uhr der Schwerpunkt in der Vorsorgeberatung liegt. Dort geht es um die komplexen Fragen zu Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Ähnlichem. Ratsuchende treffen sich dann auch zu Gesprächen. Doch man helfe auch bei anderen Problemen oder höre ganz einfach zu, wie Claus Friberg ergänzt.

Rat braucht nur wenig Geld

Der Kassenbericht, der von Erwin Kunst erläutert und von Mariano Nasca geprüft wurde, umfasst gerade mal etwas mehr als 1600 Euro, wobei auffiel, wie der Stadtseniorenrat mit wenig Geld unglaublich viel auf die Beine stellt.

Da alle ehrenamtlich tätig sind, bringen sie die Empathie, das Fachwissen und nicht zuletzt die Zeit sowie die Arbeitsleistung zum Wohle der Allgemeinheit gratis ein. Daran erinnerte auch Ute Seifried, die aus Termingründen mit Verspätung zur Mitgliederversammlung kam.

Bürgermeisterin spricht dringende Themen an

Die Stadt werde in vielen Bereichen vom SSR unterstützt, wobei sie hervorhob, wie der Seniorenrat trotz aller Hürden auch zu Corona-Zeiten aktiv gewesen sei. Sie sprach dann die aktuellen Themen an, wobei sie die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung besonders hervorhob.

Dem Trend, dass Hausärzte fehlten, müsse entgegenwirkt werden. Dies sei auch Thema im Singener Gemeinderat. Die Lösung könnten medizinische Versorgungszentren unter einem Träger sein, der Ärzte einstelle, die dann als Angestellte arbeiten und damit Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen könnten, wie Seifried erläuterte.

Zum Schluss wagte sie noch einen Vorstoß: da sich Singen zur Fahrrad-freundlichen Stadt entwickelt habe, gebe es Bedarf an Unterricht für ältere Menschen im Umgang mit dem E-Bike, das im Trend liege. Ob das nicht eine interessante Aufgabe für den Stadtseniorenrat sei?