Das Areal rund um das ehemalige Scala-Kino in der Südstadt soll aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Bisher hatten sich die neuen Besitzer der Grundstücke nicht zu den Plänen geäußert, doch nachdem der Ausschusses für Stadtplanung, Bauen und Umwelt tagte, steht fest: Dort sollen in drei Gebäuden rund 40 neue Wohnungen entstehen. Wie Patrick Wacker, Leiter des Amts für Baurecht, mitteilte, soll das ganze Areal zudem von einer Tiefgarage unterkellert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Abriss der Gebäude hat bereits begonnen. Laut Patrick Wacker sehen die Pläne vor, dass ein Gebäuderiegel zur Rielasinger Straße hin als Art Lärmschutzwall fungieren solle. Er soll nach seiner Fertigstellung vier Geschosse umfassen. Die zwei weiteren Gebäude, die ebenfalls vier Geschosse haben werden, sollen leicht versetzt im hinteren Bereich errichtet werden. „Die jetzigen Stellplätze werden verschwinden und in der Tiefgarage untergebracht. Die Oberfläche soll komplett autofrei werden“, sagte Wacker. Zudem sei ein Spielbereich zwischen den Gebäuden geplant. Bis vor kurzem hatte die International Christian Fellowship-Kirche, kurz ICF, dort ihr Quartier bezogen (der SÜDKURIER berichtete).

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Detail in den Planungen sorgte im Ausschuss allerdings für größeren Diskussionsbedarf. Ein angrenzender Bäcker hatte sich in mehreren Schreiben an die Stadtverwaltung und die Stadträte gewandt. Er äußerte darin die Befürchtung, dass Ratten und andere Ungeziefer durch ein geplantes Müllhäuschen in seinen Betrieb kommen könnten. Auch Karin Lehye-Schröpfer (Grüne) äußerte Bedenken: „Der Konflikt ist leider schon vorprogrammiert.“ Wie Patrick Wacker mitteilte, habe die Stadt das Veterinäramt auf die Befürchtungen aufmerksam gemacht. Das habe laut Wacker allerdings keine Bedenken geäußert.

Auf Nachfrage von Klaus Niederberger (CDU), ob bei dem Vorhaben nur Eigentumswohnungen entstehen werden, antwortete Wacker, dass ein Teil davon auch auf als Mietwohnungen angedacht seien.