Die Grünen wollen beim Thema Landwirtschaft auf mehr Bewusstsein der Verbraucher setzen. Das haben Landtagskandidatin Dorothea Wehinger und der agrarpolitische Sprecher Martin Hahn bei einer Online-Wahlkampfveranstaltung betont. Am Montagabend diskutierten sie mit Landwirtin Doris Buhl und Gärtner Matthias Keller unter dem Motto „Die Zukunft der Landwirtschaft: Zwischen Artenvielfalt, Tierwohl und Preisdruck“.

Das könnte Sie auch interessieren

Wehinger und ihre Gäste waren sich einig, dass Biodiversität sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Umwelt wichtig ist. Doris Buhl machte allerdings auf die finanziellen Belastungen aufmerksam, die Landwirte mit neuen Regelungen zur Biodiversität hätten: „Die öffentlichen Gelder kommen immer ein Jahr später, wir können nicht mehr in Vorleistung treten“, sagte sie. Auch der Preisdruck des Handels bekam in der Diskussion viel Kritik ab. Ebenso wurde die Nachfrage der Bevölkerung nach günstigen Preisen bei Lebensmitteln als Problem thematisiert. So sagte Landtagskandidatin Wehinger: „Es kann nicht sein, dass wir für beispielsweise Autos einen Haufen Geld ausgeben und bei dem, von dem wir alltäglich leben, muss es billig sein.“

Große Aufgabe Verbraucher aufzuklären

In der Runde waren sich alle einig, dass deshalb bei den Verbrauchern ein größeres Bewusstsein für die Abläufe und Kosten der Landwirtschaft geschaffen werden muss. „Lebensmittel müssen preiswert sein. Das bedeutet nicht, dass sie billig sind, sondern dass sie ihren Preis haben und wert sind“, fasste Matthias Keller das Ziel zusammen.

Das könnte Sie auch interessieren

Die 40 Zuschauer nutzten sowohl die Chatfunktion als auch die Möglichkeit, sich per Video zu Wort zu melden. Es wurden Fragen danach gestellt, wie das Bewusstsein der Verbraucher für regionale und gute Produkte verbessert werden kann oder wie die Lebensmittel ohne Supermarktketten zu den Verbrauchern gelangen können. Auch die Anregung, dass Landwirtschaft beispielsweise mehr zur Allgemeinbildung werden soll, kam auf.