Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen von Kunden und der kontinuierlich steigenden Kundenzahlen wird die Singener Tafel ihre Öffnungszeiten in der Südstadt erweitern. Ab dem kommenden Freitag, 17. Juli, hat die „Tafel im Zelt“ auf dem Gelände des Siedlerheims wöchentlich immer freitags von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Singener Tafel hervor.

Gute Alternative zur Innenstadt

Die Südstadttafel wurde infolge der Corona-Krise als Entlastung für die Tafel am Heinrich-Weber-Platz aufgebaut. Seit ihrem Start im Mai haben 75 Haushalte eine Kundenkarte für die Tafel in der Südstadt beantragt. Rund die Hälfte davon sind laut Vorstand Udo Engelhardt neue Kunden, meist ältere Menschen.

Aktuell kommen laut Engelhardt etwa 50 Kunden regelmäßig mittwochs zum Siedlerheim, Tendenz steigend. Auf die Frage, was sie von einer Erweiterung der Öffnungszeiten in der Südstadt halten würden, hätten die Kunden überwiegend geantwortet: „Das wäre für mich gut, dann würde ich gar nicht mehr in die Innenstadt gehen.“

Auch auf Seiten der Helfer habe sich viel getan. Jüngst hätten vor allem die „jenischen Elternlotsinnen“ vom Verein Kinderchancen den Laden am Laufen gehalten. Sie wollen sich auch in Zukunft als Kernteam am Mittwoch für die Südstadt engagieren. Magdalena Kern, Leiterin der Südstadttafel, weiß dies zu schätzen, denn diese Frauen kennen die Bewohner der Südstadt besser als viele andere.

Für die Öffnungszeiten am Freitag werden noch Helfer gesucht. Wer sich vorstellen kann, die Tafel in der Südstadt zu unterstützen, kann sich unter der Nummer 01 74/8 23 09 26 bei Magdalena Kern informieren.

Tafel bleibt möglicherweise auch im Winter erhalten

Besonders dankbar ist die Singener Tafel für die Unterstützung der Siedlergemeinschaft, die der Tafel das Gelände und das Zelt für die Südstadttafel zur Verfügung gestellt hat.

„Wenn die Nachfrage weiter so ansteigt, werden wir Mittel und Wege suchen, dass wir den Menschen in der Südstadt auch in der kalten Jahreszeit einen Tafeleinkauf im Quartier ermöglichen“, sagt Udo Engelhardt auf die Frage, wie lange es die Südstadttafel noch geben werde.