„Für diese Bedingungen erfolgreich“ – so lautet das Fazit der Job- und Karrieremesse „Meine Zukunft“ in der Stadthalle, die am Samstag in Kooperation mit dem SÜDKURIER zum vierten Mal stattfand. Denn die Unsicherheit, ob die Veranstaltung aufgrund der rasant steigenden Corona-Zahlen überhaupt stattfinden würde, war bis zuletzt groß. Die letzte Fassung der Corona-Verordnung machte schließlich eine Durchführung mit 2G-Regel (geimpft oder genesen) mit Hygienekonzept möglich.

Für Schüler unter 17 Jahren reichte ein tagesaktueller Schnelltest. Vier Unternehmen entschieden sich dennoch kurzfristig, nicht daran teilzunehmen. Die für die Veranstaltung zuständige Projektmanagerin Jana Reuß zeigte sich mit der Bilanz dennoch zufrieden.

Sich beruflich neu orientieren

35 Aussteller und rund 600 Besucher fanden an diesen Tag in der Stadthalle zueinander. Im Gegensatz zu den Jobdays (Berufstage), die eher der Berufsorientierung der Schüler dienen, richtet sich „Meine Zukunft“ in erster Linie an Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

Angesprochen wurden Fach- und Führungskräfte, die den nächsten Karriereschritt planen oder auf der Suche nach Weiterbildungsmöglichkeiten sind, sowie Studierende und Hochschulabsolventen.

Viele Gäste mit konkretem Interesse

Der Tenor auf Ausstellerseite war einstimmig: Die besonderen Rahmenbedingungen in diesem Jahr hatten eine eindeutige Filterfunktion. Es seien zwar nicht so viele Besucher wie in den Vorjahren gekommen, aber diejenigen, die da waren, seien sehr interessiert gewesen.

Dabei reichte das Publikum vom Schüler auf der Suche nach einem Praktikum bis zum Ruheständler, der sich in seiner neu gewonnenen Freizeit sozial engagieren möchte. Die Besucher hatten das Glück, dass ihre Gesprächspartner genügend Zeit für sie hatten und ausgiebig Rede und Antwort stehen konnten.

Coaching-Aktionen

Sowohl Aussteller als auch Besucher waren sich einig darin, dass der direkte, persönliche Kontakt durch nichts ersetzt werden könne. Das hätten die letzten anderthalb Jahre der Corona-Krise gezeigt. Neben den Gesprächen mit den Ausstellern konnten sich die Besucher in zwölf Vorträgen zu Themen wie „Erfolgreich bewerben“, „Potenzialentfaltung“ oder „Karriere 50+“ informieren.

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Gut angenommen wurden die Coaching-Angebote, die unter dem Motto Karriere-Warmup (Aufwärmen für die Karriere) liefen. Hier wurden Bewerbungsunterlagen begutachtet, Bewerbungsfotos erstellt, Styling-Tipps gegeben, Persönlichkeitsprofile erarbeitet und Ratschläge für Arbeitnehmer über 50 gegeben.

Charme-Offensive der Polizei

Ein absoluter Hingucker vor der Singener Stadthalle war ein bunter Pick-up, auf dem in großen Buchstaben der Slogan „All cops are beautiful“ (“Alle Polizisten sind wunderbar“) prangte – eine Replik auf den verbreiteten Schmähruf „All Cops are Bastards“, Kurzform: „ACAB“. Der bunte Pick-up ist ein neues Dienstfahrzeug der Bundespolizei, und der markante Slogan verkehrt die Abkürzung „ACAB“ kurzerhand ins Gegenteil.

In der Halle machten die dazu gehörenden Polizisten fleißig Werbung für die Einstellungsoffensive der Bundespolizei, im Rahmen derer 4000 neue Kollegen für die 49.000 Bundespolizisten gesucht werden.