Endlich hat die Singener Gems die Zusage für Subventionen im Rahmen eines Förderprogramms für Kultureinrichtungen bekommen. Gaby Bauer, Andreas Kämpf (Geschäftsführer der Gems) und seine Assistentin Elsa Nadler arbeiten unter Hochdruck, planen neben dem Programm, mit dem sie starten wollen, vor allem die Umsetzung der Corona-Regeln. Bei allem Tun ist Flexibilität gefragt, denn bis am Donnerstag, 16. Juli, der Kulturbetrieb wieder aufgenommen wird, könnte es zu neuen gesetzlichen Vorgaben kommen. Nichtsdestotrotz lässt sich das Gems-Team davon nicht abschrecken, denn die Freude auf die Gems-Besucher steht über all dem Aufwand.

„Experten sind sich wohl einig, dass das Infektionsrisiko im Freien am geringsten ist“, erläutert Gaby Bauer. „Daher finden unsere Veranstaltungen zunächst ausschließlich im Freien statt.“ Der in den vergangenen Jahren jeweils viereinhalb Wochen dauernde Open-Air-Sommer wird daher auf sechseinhalb Wochen verlängert. Das Programm enthält Kinofilme, Kabarett und ein Poetry-Slam. Künstler wie Christoph Sonntag, die normalerweise große Hallen füllen, treten aus alter Verbundenheit mit der Gems auch vor kleinerem Publikum auf – und für eine geringere Gage.

Alle Karten mit Sitzplatzzuweisung

Für die Realisation der sommerlichen Veranstaltungsreihe bedurfte es eines umfassenden Hygienekonzeptes. „Über die Jahrzehnte sind die internen Abläufe fast immer gleich gewesen, nun haben wir stundenlang und detailliert im Team erörtert, wie wir unseren Besuchern beste Sicherheitsbedingungen bieten können“, erläutert Andreas Kämpf. Die Eintrittskarten für das Gems-Kino können ausschließlich an der Abendkasse gekauft werden. Die anderen Karten sollten möglichst nur online oder im Vorverkauf gebucht werden. Für alle Karten gibt es eine Sitzplatzzuweisung.

Den Mund-Nasen-Schutz nicht vergessen

Das Open-Air-Gelände erreicht man über das Foyer der Gems. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz ist im Eingangsbereich und auf allen Wegen im Haus obligatorisch – am Sitzplatz darf er abgenommen werden. Für die Bestuhlung gilt die Abstandsregel von 1,5 Meter, daher ist auch die Besucherzahl begrenzt.

„Erst hieß es, dass Veranstaltungen bis zu 100 Personen erlaubt seien, dann wurde die Zahl auf 250 erhöht“, so Gaby Bauer. „Das bedeutete für uns, nachdem wir die Abstände akribisch ausgemessen hatten, alles neu zu planen. Und da wir keinen treppenförmig gestuften Zuschauerbereich haben und auch die Gäste in der letzten Reihe noch etwas sehen sollen, haben wir die Besucherzahl für die Kabarettveranstaltungen auf 120 Personen begrenzt.“

Street-Food-Anbieter verköstigen die Besucher

Zusätzlich hat Elsa Nadler sogenannte Street-Food-Anbieter gebucht. „Your Street Food“, der „Cheesy Love Food Truck“ und „Christine Neu Food“ werden unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln die Gäste im Wechsel mit mexikanischer und schwäbischer Küche sowie mit beliebten „Dauerbrennern“ verköstigen. Getränke gibt es ausschließlich in Flaschen.

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Nun gilt es die Daumen zu drücken, dass das Wetter mitspielt, denn sollte es stürmen oder regnen, ist ein Ausweichen in geschlossene Räume nicht möglich.