Der Digitalisierung steht Thomas Notheisen kritisch gegenüber: „Sie hält uns von der Natur fern, wir schauen nicht mehr in den Himmel, sondern auf die Mattscheibe“, sieht er darin digitale Ablenkung, unter der der Mensch leidet.

„Digitaler Himmel“ heißt sein Bild in der Stadtgartengalerie, das Motiv stehe für Netzwerk und Gleichschaltung. Notheisen erklärt, dass sich seine Bilder entwickeln: „Es ist vergleichbar mit dem Notenblatt einer Komposition“. Er „korrespondiere mit ihnen und versuche, das jeweilige Bild zu finden.“ Das sei ein langer Prozess und brauche Zeit.

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Für Thomas Notheisen zählen Begriffe wie Betrachten, Innehalten, Staunen und auch Dankbar sein, besonders in Corona-Zeiten. Seit seiner Kindheit malt er täglich, das sei für ihn wie Tagebuch schreiben.

„Interessant dabei ist nicht das Resultat, sondern der Weg“, erklärt der Künstler. Er experimentiere gern mit Farbe und Form, Kunst und Kreativität seien unerschöpflich. Wobei sein Thema um den Menschen und die Natur kreist.

Nicht nur schauen, sondern selbst tun

Thomas Mayr arbeitet gern mit ausrangierten Sachen, sein gesammelter Kruscht wird am Ende zu Bildmaterial. Alte Bilderrahmen waren Auslöser für sein Bild „Move“, was Bewegung bedeutet. Der Titel sei bei der Montage entstanden. Mayr erzählt: „Die Frage war, wie bringe ich die Rahmen auf die Platte, denn normalerweise laufen sie um das Bild herum, hier sind sie das Motiv.“

Anfassen erlaubt: Thomas Mayr hat die alten Rahmen so montiert, dass sie von den Betrachtern bewegt werden können.
Anfassen erlaubt: Thomas Mayr hat die alten Rahmen so montiert, dass sie von den Betrachtern bewegt werden können. | Bild: Christel Rossner

Es sei ein Mitmachbild, die Rahmen sind so montiert, dass die Betrachter sie bewegen können. Nicht nur schauen, sondern selbst tun ist sein Motto auch als Kunstpädagoge im Kunstmuseum.

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Thomas Mayr arbeitet vielseitig und nutzt verschiedene Ausdrucksformen. Dazu gehören die Fotografie ebenso wie die Malerei, experimentelle Hochdrucke und auch Installationen. Und das oft in Kombination, so wie das Body-Painting. Dabei bemalt er menschliche Körper, die sich anschließend bewegen und die er aus verschiedenen Perspektiven fotografiert. „Ich experimentiere gern und versuche etwas zu finden, was nicht schon da war“, erklärt er.

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