Der Beurener Solarpark ist eine Runde weiter: Der Singener Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen, nachdem der Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt diesen zuvor schon einstimmig empfohlen hatte. Als Bauherr tritt ein Bürgerverein auf, der sich Anfang Mai gegründet hat, wie Beurens Ortsvorsteher Stephan Einsiedler vor dem Ausschuss erklärte. Und wo der Strom hingehen soll, ist auch klar, wie in der Ausschusssitzung bekannt wurde. Laut Axel Blüthgen von der Stabsstelle Rechnungsprüfung werde die Stadt die ganze Menge, etwa eine Million Kilowattstunden, abnehmen. Das entspreche etwa 20 Prozent des städtischen Strombedarfs. Über 20 Jahre werde sich das auch wirtschaftlich darstellen. Beurener Bürger können sich laut Einsiedler per Anleihe beteiligen, demnächst findet eine Infoveranstaltung statt.

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Entstehen soll der Solarpark auf einem Grundstück nahe der Autobahn 98 in Richtung Stockach, wie Stadtplanerin Patricia Gräble-Menrad im Ausschuss erklärte. Dieses liegt in einem 200 Meter-Streifen entlang der Autobahn, ist von der Fahrbahn aber durch ein Waldstück getrennt, das auch erhalten bleiben soll. Über dem Gelände verläuft eine Hochspannungsleitung. Auf dem Grundstück wächst derzeit wilde Vegetation, wie aus der Sitzungsvorlage hervorgeht. Walafried Schrott (SPD) lobte das Projekt als „so gut, dass wir hoffen, dass es Nachahmer gibt“. Und Oberbürgermeister Bernd Häusler erklärte, dass die Stadt schon lange nachhaltigen Strom kaufe, dieser aber von woanders hergekommen sei.

Symbolträchtige Vertragsunterzeichnung auf dem Dach des Curana in Beuren (von links): Oberbürgermeister Bernd Häusler, Ortsvorsteher ...
Symbolträchtige Vertragsunterzeichnung auf dem Dach des Curana in Beuren (von links): Oberbürgermeister Bernd Häusler, Ortsvorsteher Stephan Einsiedler und Walter Veser, Vorsitzender des Bürgervereins Beuren. | Bild: Stadt Singen

An anderer Stelle ist der Bürgerverein bereits aktiv. Laut einer Pressemeldung der Stadtverwaltung haben Walter Veser, Vorsitzender des Vereins, und OB Häusler einen Pachtvertrag für das Dach der Curana-Halle unterzeichnet. Darauf hat der Bürgerverein nun eine Fotovoltaik-Anlage installiert. Erzeugt werden etwa 103.000 Kilowattstunden Strom. Laut der Mitteilung genügt das für 20 Vier-Personen-Haushalte.