In den vergangenen Jahren war das Gems Openair Kino immer ein beliebter Programmpunkt im Sommer. Das soll sich dieses Jahr nicht ändern, ganz im Gegenteil. Aufgrund der beschränkten Zuschauerzahlen soll die Veranstaltung dafür länger andauern. Der Beginn der Filmvorführungen ist schon für den 1. Juli geplant. Diese könnten dann voraussichtlich bis Ende August fortgeführt werden.

„Für Veranstaltungen gibt es aktuell eine Begrenzung von 100 Personen. Dabei gibt es aber noch keine Unterscheidung zwischen Durchführungen in der Halle oder draußen. Möglicherweise wird diese Zahl im Freien noch etwas höher ausfallen“, hofft Geschäftsführer Andreas Kämpf, „laut dem Virologen Christian Drosten macht das schließlich einen Unterschied“. Am 1. Juni werden von der Landesregierung neue Verordnungen für Veranstaltungen erlassen werden. Kämpfs Wunsch ist es, dass bis zu 250 Zuschauer auf das Gelände gelassen werden. Normalerweise war dieses für 600 Besucher geeignet.

Tischplätze statt Stuhlreihen

Auch wenn noch wenig Informationen über die Sicherheitsvorkehrungen für Veranstaltungen im Freien bekannt sind, hat Kämpf mit seinem Team dazu schon einige Überlegungen angestellt. In den Vorjahren gab es überwiegend Stuhlreihen anzufinden. Um aber den vorgeschriebenen Mindestabstand einfacher einhalten zu können, möchte er nun mehr Tischplätze anbieten. Das hat den Vorteil, dass Familien und Paare trotzdem beisammensitzen könnten. Am traditionellen Kartenverkauf am Schalter soll vermutlich nichts geändert werden. Reservierungen per Mail oder Telefon werden wie gehabt eine Option sein. Eine Einschränkung findet sich bisher beim Catering. Laut den derzeitigen Regelungen ist dieses auf Veranstaltungen nicht erlaubt.

Eine andere durch Corona verursachte Schwierigkeit besteht auf Seiten der Filmverleger. Wegen der Pandemie sind seit März kaum neue Kinofilme erschienen. Andreas Kämpf möchte daher gerade populäre Filme mehrfach über die Leinwand laufen lassen. Damit wird es außerdem mehr Interessierten ermöglicht werden, ihren jeweiligen Wunschfilm schauen zu können.

Live-Veranstaltungen auf einer kleinen Bühne

Darüber hinaus werden in Kooperation mit der Stadt Singen unter freiem Himmel vermutlich ebenfalls Live-Veranstaltungen auf einer kleinen Bühne gezeigt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um Lesungen oder Comedy handeln.

Veranstaltungen im Saal dagegen werden bis Ende August voraussichtlich ausfallen. Kämpf nennt dafür als Hauptgrund, dass gerade in den heißen Sommermonaten es mit dem vorgeschriebenen Mundschutz drinnen sehr unangenehm werden kann. Er gehe ohnehin davon aus, dass die Mehrheit bei schönem Wetter im Freien bleiben möchte. Abhängig von weiteren Vorschriften ist als erstes Saalkonzert am 27. August die Jazzpianistin Aki Takase im Jazzclub vorgesehen.