Auf die Hauptperson mussten die Singener verzichten: Innenminister Thomas Strobl wollte sich am vergangenen Samstag mit Bürgern in der Fußgängerzone austauschen, war aber wegen einer Trauerfeier verhindert.

Zum offenen Bürgergespräch unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ hatte der CDU-Kreisverband eingeladen. Als Vertretung für Strobl war Generalsekretär Manuel Hagel aus Stuttgart vor Ort.

Corona ist Thema Nummer 1“, so Hagels Fazit, er war zuvor noch in anderen Kommunen unterwegs. Fragen zur Wirtschaftslage und zu Arbeitsplätzen stünden an zweiter Stelle. „Die Bildung, Digitalisierung der Schulen, aber auch lokale Themen beschäftigen die Menschen“, sagte der Generalsekretär.

Reichen die Betten und die Beatmungsgeräte aus?

Speziell in Singen sei die Frage nach der Ausstattung der Krankenhäuser im Landkreis wichtig gewesen, ob die Betten und Beatmungsgeräte ausreichen würden. Hagel geht davon aus, dass der Herbst kritisch werde: „Erkältung, Influenza und Corona haben die gleichen Symptome, das wird eine Herausforderung.“ Man werde mit den Corona-Maßnahmen leben müssen.

Neben dem Generalsekretär war auch die lokale CDU vertreten, unter anderem CDU-Landtagskandidat Tobias Herrmann. Eine nachhaltige Wirtschaft ist ein Thema für die Junge Union Hegau. Vorsitzender Tizian Mattes: „Wir wollen die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie.“ Auch Nahverkehr und ländliche Strukturen sollten gefördert werden.

Wichtige Plattform für Aufklärung

Für den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Franz Hirschle ist die Aktion „Wo drückt der Schuh?“ eine wichtige Plattform. „Wir müssen mit den Bürgern ins Gespräch kommen.“ Gerade in der Corona-Krise sei Aufklärung wichtig. Viele seien verunsichert, wie es in Schulen und am Arbeitsplatz weitergehe. Auch die Flüchtlingsproblematik sei angesprochen worden. Dazu hat Hirschle eine klare Meinung: „Auf eine europäische Lösung zu warten, dauert zu lange. Wir haben Werte zu vertreten und können Flüchtlinge aufnehmen.“

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