Ein Feuer in einer der Wohnungen im Bullenkloster in der Friedrich-Hecker-Straße hat am Dienstagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst geführt. Wie Kommandant Mario Dutzi mitteilt, gingen gleich mehrere Alarmierungen bei der Feuerwehr ein. „Da uns mehrere eingeschlossene Personen in den Wohnungen über dem Feuer gemeldet wurden und wir nicht wussten, ob sich in der Brandwohnung noch jemand aufhält, wurde ein Großaufgebot alarmiert“, sagt er. Deshalb habe man etwa auch eine zweite Drehleiter von der Feuerwehr Rielasingen-Worblingen mit ausrücken lassen.

Feuerwehreinsatz beim Bullenkloster in der Singener Südstadt.
Feuerwehreinsatz beim Bullenkloster in der Singener Südstadt. | Bild: Biehler, Matthias

Vor Ort sei schnell zu erkennen gewesen, dass keine weiteren Personen im Gebäude waren. „Alle Bewohner konnten sich selbst aus dem Gebäude retten“, so Dutzi weiter. Dies sei auch deshalb möglich gewesen, da der Flur und das Treppenhaus rauchfrei gewesen sei.

Wo genau das Feuer im Inneren der Wohnung ausgebrochen ist, ist derzeit noch nicht klar.
Wo genau das Feuer im Inneren der Wohnung ausgebrochen ist, ist derzeit noch nicht klar. | Bild: Mario Dutzi

In der Wohnung selbst zeigte sich den Einsatzkräften ein anderes Bild. Dort habe sich das Feuer und der Rausch rasch ausgebreitet. Mit drei Löschtrupps unter Atemschutz hätten sich die Einsatzkräfte laut Dutzi dem Brandherd von mehrere Seiten genähert. „Das Bullenkloster ist sehr verwinkelt und langläufig, was den Einsatz zusätzlich erschwert hat“, so der Singener Feuerwehr-Chef. Das Feuer selbst sei schnell unter Kontrolle gewesen.

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Das Feuer sei laut Mario Dutzi in der Wohnung entstanden. Personen hätten sich zu diesem Zeitpunkt allerdings keine in den Räumen befunden. Bei Eintreffen der Rettungskräfte stellten die Einsatzkräfte laut Polizeiangaben in einem der Zimmer einen rauchenden Kleiderschrank fest, der bereits in sich zusammengefallen und stark verkohlt war. Ein Fremdeinwirken schließt die Polizei derzeit aus. Von den 41 Bewohner, die sich während des Brandes im Gebäude befunden haben, hätten sich laut Dutzi zwei leicht verletzt.

50 Feuerwehrmänner und zehn Feuerwehrautos wurden am Dienstag alarmiert. Eine Drehleiter der Feuerwehr aus Rielasingen-Worblingen wurde ...
50 Feuerwehrmänner und zehn Feuerwehrautos wurden am Dienstag alarmiert. Eine Drehleiter der Feuerwehr aus Rielasingen-Worblingen wurde zudem angefordert. | Bild: Mario Dutzi

Die Feuerwehr war mit 50 Mann und zehn Fahrzeugen im Einsatz. Neben der Abteilung Stadt waren auch die Abteilungen Friedingen und die benachbarte Feuerwehr aus Rielasingen-Worblingen an den Löscharbeiten beteiligt. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden auf rund 30.000 Euro.