Das bedeutet, dass die Gebühren zum Oktober 2021 steigen werden: Oberirdisches Kurzzeitparken kostet dann nicht mehr 50 Cent pro 30 Minuten, sondern 1 Euro. Ein fast schon historischer Schritt, befand Oberbürgermeister Bernd Häusler nach einer erneut lebhaften Diskussion. Denn zuletzt wurden die Preise im Jahr 1990 angehoben. Im Gemeinderat wurden auch Details zu Fremdwährungen und Anwohnerparken deutlich.

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Nach Rückfragen im Ausschuss für Stadtplanung, Bauen und Umwelt wurde jetzt klar, dass auch künftig in Schweizer Franken gezahlt werden kann. Schweizer seien gern gesehene Gäste für den Einzelhandel, so Häusler. Zum Oktober soll außerdem das sogenannte Handyparken eingeführt werden, dabei können Autofahrer per Handy ein Ticket lösen. Mit dem Handyticket sei auch die Währung kein so großes Thema mehr, sodass man dann neu diskutieren könne, ob sich der Aufwand für Schweizer Franken lohne. Kirsten Brößke (FDP) appellierte an die Stadtverwaltung, baldmöglichst mehr Bezahlsysteme anzubieten, denn die würden viel Entlastung für wenig Aufwand bieten. Da sei man schon im Gespräch mit Anbietern, versicherte OB Häusler. Es sei jedoch sinnvoll, damit erst bei der neuen Gebührenordnung zum Oktober zu starten, weil jede Umstellung in solchen Systemen Geld koste.

Schweizer Franken werden weiter akzeptiert

Axel Huber von der Stadtverwaltung erklärte außerdem zum Anwohnerparken, dass ein Anwohnerausweis pro Auto beantragt werden müsse. Erstmal wolle man beobachten, wie groß die Nachfrage sei, und dann entsprechend reagieren. Mit dem Beschluss ist auch entschieden, dass die Mehreinnahmen von Parkgebühren und Bewohnerparkausweisen zur Förderung von alternativen Verkehrsmitteln verwendet werden sollen. Singen soll sich für einen Fußverkehrs-Check des Landes bewerben und ein Elektromobilitätskonzept erstellen lassen. Außerdem soll die Fortschreibung des Radverkehrskonzepts vorbereitet werden.

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Es gab auch kritische Worte zum Systemwechsel im Parkraummanagement, das nun die Preise fürs oberirdische Parken denen in den Parkhäusern angleicht, um Parksuchverkehr zu reduzieren. Benedikt Oexle (SPD) fehlte ein Blick auf Alternativen im Bereich Auto und Markus Weber (Neue Linie) erklärte wie schon im Ausschuss, dass die Erhöhung nicht moderat sei.