Mit der Veröffentlichung seines Albums „Wild Obsession“ startete Axel Rudi Pell am 1. Dezember 1989 seine Solokarriere. Kurz zuvor war die Berliner Mauer gefallen. Auch wenn sich die Zeiten geändert haben, liefert der Bochumer Gitarrist mit seiner Band seit drei Jahrzehnten beständig wie ein Schweizer Uhrwerk ein Hardrock-Album nach dem nächsten und steht auf der Bühne. So war es auch für Samstag, 2. Mai, in der Stadthalle Singen geplant, für den sich der internationale Star angekündigt hatte. Auf Grund der Corona-Krise musste das Konzert auf den 16. April 2021 verschoben werden. Bereits gekaufte Tickets behalten laut Veranstalter Allgäu Concerts ihre Gültigkeit.

Der Rockstar kommt später. Dann hat er 32 Jahre Erfahrung

Und auch die Ankündigung für Axel Rudi Pell bleibt gültig. Seit 1994 mit seinem vierten Album „Between the Walls“ der Einzug in die Charts gelang, ist sich Pell sicher, mit seiner Musik auf dem richtigen Weg zu sein, teilen die Veranstalter mit. Von diesem Weg ist er bis heute nicht abgekommen. Seit 1998 führt er mit Ex-Hardline-Sänger Johnny Gioeli eine kreative Symbiose, deren Ende nicht abzusehen ist. Und mit dem Einstieg von Ex-Rainbow/Black Sabbath/Blue Öyster Kult-Drummer Bobby Rondinelli im Jahr 2013 macht die Band einen weiteren Qualitätssprung. Daran haben auch Keyboarder Ferdy Doernberg (seit 1998) und Bassist Volker Krawczak (seit 1989) einen großen Anteil. Seit 1999 hat Pell auch schon sechs Mal auf dem größten Heavy-Metal-Festival der Welt, dem Wacken Open Air gespielt. Axel Rudi Pell ist aber nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland ein Star.

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Das hätte er sich nicht träumen lassen: 37,5 Millionen Mal gestreamt

Das Jubiläums-Werk „XXX Anniversary Live“ erschien im Juli 2019 bei derselben Plattenfirma wie 30 Jahre zuvor. „Never change a winning team“, lautet das Geheimnis des Erfolges des inzwischen 58-Jährigen. Über 1,6 Millionen physische Tonträger hat der deutsche Musiker bisher verkauft, seine Songs wurden insgesamt über 37,5 Millionen Mal gestreamt. Zahlen, von denen er zu Beginn seiner Karriere niemals zu träumen gewagt hätte: „Hätte das Ganze nicht geklappt, würde ich mich jetzt wahrscheinlich noch immer in meinem gelernten Beruf als Industriekaufmann langweilen.“

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