Die Motivation von Alice Cornelia Höfler, Finn Schwall und Tom Kollmer ist ungebrochen. Auch wenn es beim Landeswettbewerb von "Jugend forscht" für die drei Gymnasiasten nicht für die Weiterleitung zum Bundeswettbewerb gereicht hat. Nur ein zweiter Preis sollte es sein, aber dafür haben die Drei viele neue Erfahrungen gesammelt, wie sie im Gespräch mit dem SÜDKURIER berichteten.

"Wir sind so stolz auf die Drei. Das war sensationell", lobt der Schulleiter der Hohentwiel-Gewerbeschule (HGS), Stefan Fehrenbach, das Abschneiden von Finn Schwall (18) und Tom Kollmer (19, beide Abiturienten am Technischen Gymnasium der HGS) und Alice Cornelia Höfler (17), die erst nächstes Jahr Abitur am Hegau-Gymnasium macht. In der Schwabenlandhalle in Fellbach waren beim Landeswettbewerb kürzlich 62 Beiträge vorgestellt worden. Die Lehrer Dominik Reutebuch (HGS) und Martin Stübig (Hegau-Gymnasium) und auch Stefan Fehrenbach waren in Fellbach einen Tag dabei, um ihre Schützlinge zu unterstützen.

Alice Höfler aus Gottmadingen hatte wegen der interdisziplinären Arbeit im Fachgebiet Technik, dem Bau eines Kachelofens, insgesamt vier Jury-Gespräche. "Es waren ja Aspekte aus verschiedenen Fächern, wie Physik und Chemie beteiligt", so ihr Betreuer Martin Stübig. Sie bekam einen zweiten Preis in der Kategorie "Interdisziplinäre Projekte". Dieser Preis war dotiert mit 200 Euro und wurde von der Robert Bosch GmbH gestiftet. Außerdem hat sie einen Sonderpreis für Klimaschutz, dotiert mit 250 Euro, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bekommen. "Ich werde im nächsten Jahr wieder teilnehmen und den Ofen mit Feinstaubfiltern ausrüsten", sagt Alice Höfler, die nach dem Abitur 2018 im Bereich Naturwissenschaften studieren will.

Finn Schwall aus Hilzingen und Tom Kollmer aus Singen haben mit ihrer Arbeit "Erstellung eines Verfahrens zur autonomen Problemlösung und Anwendungsbeispiele" im Fachgebiet "Mathematik/Informatik" ebenfalls einen zweiten Preis erhalten. Dieser war mit 200 Euro dotiert und ist von der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung gestiftet worden. Bei ihrer Arbeit ging es um das Thema "künstliche Intelligenz", eine sehr komplexe Arbeit.

Auch die beiden Abiturienten, die gerade ihre Prüfungen für das Abitur am Technischen Gymnasium hinter sich haben, wollen im nächsten Jahr nochmal teilnehmen. Das ist im ersten Studienjahr möglich. "Ich werde dann in einem anderen Bundesland teilnehmen", sagt Tom Kollmer, der in Kaiserslautern Informatik studieren wird. Finn Schwall dagegen will in Heidelberg Physik und Informatik studieren. Beide Abiturienten haben bei den Jobdays kürzlich ihr Projekt vorgestellt, denn sie hatten mit den Firmen Sybit (Radolfzell) und Fischer Computertechnik (FCT, Radolfzell-Stahringen) auch Sponsoren für ihr Projekt gefunden.

Mehrere Altersklassen

Der Nachwuchswettbewerb Jugend forscht, der 1965 von Henri Nannen initiiert wurde, fördert die Leistungen und Begabungen in naturwissenschaftlichen Fächern. Teilnehmen können junge Menschen bis 21 Jahre. In der Kategorie "Schüler experimentieren" können Schüler ab der vierten Klasse teilnehmen. Bei Jugend forscht für die Altersklasse 15 bis 21 sind auch Studierende bis zum ersten Studienjahr zugelassen. Anmeldeschluss für 2018 ist der 30. November 2017.

Mehr zum Wettbewerb: www.jugend-forscht-bw.de