Der Veranstaltungsraum ist vollbesetzt, als Sparkassen-Chef Udo Klopfer seinen Gast ankündigt. "Soziale Projekte zu unterstützen, ist uns eine Herzensangelegenheit", betont er, "viele unserer Mitarbeiter engagieren sich sozial." Eine davon ist Elke Widmann, die sich seit 2011 für behinderte Kinder in Kenia einsetzt. Damals arbeitete sie drei Monate lang ehrenamtlich in einer Schulküche und wohnte mit ihrem afrikanischen Patenkind Tonny und dessen Vater in sehr einfachen Verhältnissen. Die Not, mit der sie dort täglich konfrontiert wurde, ließ sie nicht mehr los und so gründete sie den Elke Widmann Hilfsfond, der sie ein- bis zweimal jährlich nach Kenia führt. "Alles was nicht mehr gebraucht wird, wird einfach weggeworfen und verbrannt", erfahren die Zuhörer. "Das Land riecht, man riecht das Elend."

Bilder, die fassungslos machen

Man spürt die Betroffenheit der Zuhörer, als Elke Widmann über ihre Projektarbeit berichtet. Während ihres Vortrags zeigt sie Bilder, die fassungslos machen, angesichts der erbärmlichen Umstände, in denen die Menschen dort leben. "Eine saubere Matratze zu haben, ist Luxus", berichtet sie. "Geld gibt es von uns nicht, unsere Hilfe besteht in der Beschaffung von Lebensmitteln und Medikamenten, der Organisation von Arzt- und Krankenhausbesuchen und eben der Beschaffung von Matratzen."

"Familien mit einem behinderten Kind, werden von der Dorfgemeinschaft ausgestoßen und oft werden die Kinder sich selbst überlassen", erzählt Widmann. Sie können nicht laufen, sie sind gleichzeitig blind und taubstumm, oder ihre Gliedmaßen sind von Parasiten zerstört, um nur einige Behinderungen zu nennen. "Und dennoch lachen sie und sind fröhlich", erzählt ihre "Mama", wie sie Elke Widmann nennen.

Aufklärungsarbeit in Sachen Hygiene

Tom, der Vater ihres Patenkindes Tonny, ist ihre rechte Hand in Kenia. Sie sind über all die Jahre Freunde geworden. "Tom kümmert sich um alles", berichtet Elke Widmann, "er versorgt kranke Kinder und betreibt Aufklärungsarbeit in Sachen Hygiene". Ihr größter Wunsch für die Zukunft wäre ein zentral gelegenes Haus, in dem alle behinderten Kinder zusammen betreut werden können.