Die Stadt Singen spielt im Konzert der Städte rund um den Bodensee seit jeher die Rolle der „sympathischen frechen Göre“

Singen ist eine jungen Stadt, die nicht auf ein historisches Erbe, eine gewachsene Altstadt oder eine idyllische Seepromenade verweisen kann. Gleichwohl schafft es Singen immer wieder, sich dynamisch weiterzuentwickeln. Alles geht in Singen etwas schneller als anderswo. Einer der spannendsten Veränderungsprozesse der letzten Jahrzehnte vollzieht sich gerade in der Innenstadt. Das neue Einkaufszentrum Cano entsteht bis Herbst 2020 am Bahnhof, wo auch der Bahnhofsvorplatz mit Busbahnhof neugestaltet wird. Teile der Fußgängerzone erhalten einen neuen Belag und an mehreren Stellen der Stadt werden gerade größere Wohnquartiere entwickelt und gebaut. Und das Beste: Singen ist auf die Zielgerade eingebogen. Im Laufe des nächsten Jahres werden die meisten Baustellen abgeschlossen sein. Einige sind es bereits. So ist der Herz-Jesu-Platz mit seinem beliebten Wochenmarkt weitgehend fertig. Bereits in Betrieb ist die darunter gelegene einladende Tiefgarage. Außerdem kann man auf der neu gestalteten Hegaustraße von der August-Ruf-Straße bis in die Scheffelstraße flanieren. Bereits jetzt hat die Stadt Singen viel zu bieten. „Mit dem Einkaufszentrum Cano, das die Hamburger ECE direkt am Bahnhof für rund 160 Millionen Euro realisiert, werden wir in der Stadt einen weiteren attraktiven Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern bekommen“, ist Wirtschaftsförderer Oliver Rahn überzeugt. Der Neubau im Bahnhofsbereich soll soll von einer markanten Gestaltung des Singener Bahnhofsvorplatz begleitet werden. Bis Herbst 2020 soll das neue Einkaufszentrum entstehen, das nach der Eröffnung attraktive Shopping-Formate auf knapp 16¦000 Quadratmetern bieten wird. „Dazu kommen einige spannende Gastronomiekonzepte, die es zum Teil bisher in Singen oder der Region noch nicht gibt“, so Rahn.

Shoppen in Singen

Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes sieht einen neuen, zentralen Busbahnhof vor. „Das Entree zur Stadt wird sich also deutlich ansprechender und einladender präsentieren als in der Vergangenheit“, blickt der Wirtschaftsförderer vom Standortmarketingverein Singen aktiv voller Optimismus in die Zukunft. Die Umgestaltung des jetzigen Bahnhofsvorplatzes zu einem leistungsfähigen Verkehrsknotenpunkt für Busse, Fußgänger, Rad- und Autofahrer, ist in diesem Zusammenhang nur konsequent. Parallel zu Cano-Eröffnung soll das neue Tor zur City im Herbst 2020 seiner Bestimmung übergeben werden. Auch schon vor der Eröffnung des CANO ist Singen die pulsierende Einkaufsmetropole im westlichen Bodenseeraum mit einer Strahlkraft, die bis in die benachbarten Landkreise und in die Schweiz reicht. Trotz der Baustellen sind alle innerstädtischen Parkhäuser ohne größere Einschränkungen aus allen Richtungen erreichbar. Hier bietet das Parkleitsystem Orientierung. Am einfachsten ist die Anreise natürlich mit Bus und Bahn oder dem Fahrrad. In Sachen Mode ist die Hohentwielstadt einer der Hot Spots im südlichen Baden-Württemberg. Bekannte und beliebte Modehäuser wie Heikorn, Zinser, Karstadt oder Fischer, aber auch Mango, New Yorker, H&M oder TK Maxx bieten für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Outfit. Auch in Bereichen wie Sportartikel oder Schuhe ist das Angebot in der Singener Innenstadt erstaunlich vielfältig.

Gastronomie und Übernachtung

Auch in punkto Gastronomie weht ein frischer Wind. Nach einem Umbau ist das traditionelle Gasthaus Kreuz seit kurzem wiedereröffnet und bietet hochwertige Küche in einem ansprechenden Ambiente. Am Rathausplatz hat sich eine beliebte Gastromeile gebildet, die vor allem im Sommer mediterranes Flair hat. Viele Cafés und Bistros in der Innenstadt sorgen für Abwechslung. Die Kaffeerösterei Haco serviert ihre Kaffeespezialitäten jetzt in neuen Räumen in der Scheffelstraße. Im Cano sind einige beliebte Gastronomiekonzepte geplant, die es in der Region bislang nicht gibt, wie Hans im Glück oder Dean & David. Singen profitiert in den letzten Jahren vom Bauboom im Hotelbereich am Bodensee. Auch in der Hegaumetropole gibt es zuletzt einige interessante Entwicklungen im Hotelbereich. Neben dem Holiday Inn Express und dem Best Western Hotel Lamm sind auch kleinere familiengeführte Häuser zu nennen. Mit dem Hostel Art & Style (2017) und dem Hotel Trezor der Ganter-Gruppe (2018) haben zwei weitere leistungsfähige Häuser eröffnet. Ganz neu ist das Aparthotel Sternen, idyllisch im Ortsteil Bohlingen gelegen. Und neben dem Hegautower, unweit vom Bahnhof, entstehen in Kürze ein Ibis Styles und Ibis Budget, so dass das künftige Bettenangebot vor Ort deutlich größer und vielfältiger sein wird als in der Vergangenheit.

Kultur

Für viele ist Singen eng mit dem Hausberg Hohentwiel verbunden. Dieser rückt mit einem kostenlosen „Hontes-Bus“ vom Hauptbahnhof noch näher an die Stadt. Am Fuß des Hohentwiel findet sich eine Reihe kultureller Highlights, die die Stadt zu der Kulturmetropole zwischen Stuttgart und Zürich gemacht haben. Die größte Strahlkraft hat sicher das MAC – Museum Art & Cars, das vom Stifterehepaar Maier in Kooperation mit der Stadt Singen 2013 eröffnet und 2019 mit dem MAC 2 erweitert wurde. Hier werden in einem außergewöhnlichen architektonischen Rahmen Oldtimer im Dialog mit Kunst präsentiert. Die überregionale Fachpresse hat bereits überschwänglich den Vergleich mit Bilbao gezogen. Gleich in der Nachbarschaft zum MAC befindet sich die Galerie Vayhinger, die 2014 als Ausstellung vom Künstlerehepaar Vayhinger als private Galerie eröffnet wurde. Außerdem zu nennen sind das Städtische Kunstmuseum mit einer außergewöhnlichen Sammlung von Werken der Höri- Maler oder das archäologische Hegaumuseum. Die Stadt Singen zählt rund 2000 kulturelle Veranstaltungen im Jahr mit insgesamt 300¦000 Besuchern. Davon entfallen allein 80¦000 Besucher auf die Stadthalle Singen. Diese ist mit ihrem Kulturprogramm längst ein Zugpferd für die Region geworden. Übrigens wird die Stadthalle mit ihrer Marke SingenCongress auch im Tagungssektor (MICE) immer stärker nachgefragt.

Schülerforschungszentrum

Singen bekommt ein eigenes Schülerforschungszentrum. Dies gab Bürgermeisterin Ute Seifried im Rahmen eines Mediengesprächs der Öffentlichkeit bekannt. In der ehemaligen Grundschule „Am Tittisbühl“ werden zwei Räume auf Kosten der Stadt zu einem Forschungszentrum hergerichtet. Dafür investiert die Stadt rund 60¦000 Euro. Wenn alles planmäßig läuft, soll das neue Schülerforschungszentrum im Sommer dieses Jahres eröffnet werden. Ein sich neu gründender Trägerverein wird das Ganze verwalten, weitere Geldmittel einwerben und die rechtliche Verantwortung übernehmen. „Wir sind eine Stadt mit namhaften Industrieunternehmen und einer dynamischen Wirtschaft. Darum spielen bei uns die Naturwissenschaften eine große Rolle. Wir brauchen ein Schülerforschungszentrum“, sagte die Bürgermeisterin zu Beginn des Mediengesprächs, bei dem auch die Gründungsmitglieder des Trägervereins und vier Jugendliche sowie Claudia Kessler-Franzen von Singen aktiv dabei waren. Neben der Stadt unterstützt nämlich auch das Standortmarketing dieses Projekt. Horst Scheu, ehemaliger Schulleiter des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums und einer der treibenden Kräfte des Vorhabens und designierter Vorsitzender des Trägervereins, erinnerte, dass man bereits 2016 die Idee für das Forschungszentrum gehabt und ein Konzept entwickelt habe, das beim der „Joachim- Herz-Stiftung“ eingereicht und mit einem Preisgeld von 15¦000 Euro bedacht wurde. Das neue Schülerforschungszentrum soll dazu dienen, die naturwissenschaftlichen Begabungen der Singener Schüler weiterzuentwickeln, erläuterte Martin Stübig, Studienrat am Hegau-Gymnasium. Er betreut auch die Jugendlichen, die an den Jugend forscht- Wettbewerben teilnehmen. Vier seiner Schützlinge sind sehr begeistert von dem geplanten Projekt. „Ein solches Forschungszentrum ist sehr gut, denn dort können wir ohne Zeitdruck forschen“, sagte Paulin Wirth. Und Michael Gotzmann meinte: Experimentieren macht Spaß. In dem neuen Zentrum können wir dann mit Themen umgehen, die im Unterricht nicht berücksichtigt werden“. Mit Maria Berger und Elena Krasnova sind auch zwei junge Frauen unter den forschungsbegeisterten Jugendlichen. Im Schülerforschungszentrum können Schüler und Lehrer zusammenkoemmen und sich austauschen. Die Lehrer engagieren sich – neben ihrem regulären Unterricht – übrigens ehrenamtlich im geplanten Forschungszentrum. Bürgermeisterin Seifried freut sich über das große Engagement aller Beteiligten und kündigte an: „In diesem Jahr wird’s wahr!“

„Das Entree zur Stadt wird sich also deutlich ansprechender und einladender präsentieren als in der Vergangenheit.“

Oliver Rahn, Wirtschaftsförderer Stadt Singen, zur Umbaumaßnahme am Bahnhof

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