Es begann mit einer Gruppe zirkusbegeisterter Jugendlicher im Engener Ortsteil Zimmerholz und ist jetzt fester Bestandteil des Angebots des Engener Turnvereins. Der Circus Casanietto versetzte die Besucher der Verleihung der Kulturförderpreises mit seiner Lichtkunst in Staunen und zeigte, dass er den Preis zu recht bekommen hat. Mit ihren Jonglagen und ihrer Artistik mit im Dunkeln leuchtenden, bunten Kegeln, Reifen und Diabolos bezauberten die Kinder und Jugendlichen das Publikum. Und wie man eine Kerze möglichst umständlich löscht, zeigten schon die Kleinsten mit ihrer Clownnummer.

Vor zehn Jahren fingen Trainerinnen Christiane Schlenker, Kathrin Bopele und Angela Jurczik mit 20 Kindern zwischen acht und 14 Jahren mit dem Training an, berichtete Laudator Nicolai Unseld. 2009 gab sich die Truppe den Namen Casanietto und erfand die Clownfigur dazu, die bei Auftritten ihren Schabernack treibt. Die Gruppe bereicherte immer wieder Feste in Engen, zum Beispiel das Altstadtfest oder mit einer spektakulären Licht- und Feuershow den Engener Lichterabend. Sie begeisterten 2012 mit dem dreistündigen Lichtkunstspektakel "Equinox" das Publikum. In diesem Jahr gab es einen großen Galaabend zum Zehnjährigen.

Auch beim Ferienprogramm, an Schulen und bei Turnfesten sind sie aktiv und bieten einen Mitmachzirkus an. Beim Ferienzirkus nahmen in diesem Jahr zum Beispiel 37 Kinder teil. Nicht nur die Trainerinnen sind mit dem Zirkusvirus infiziert und leiten die Kinder an, sondern auch Jugendliche aus der Gruppe, die sich zu Jugendzirkustrainern weitergebildet haben.

Es gehe beim Zirkus nicht nur um absolute Körperbeherrschung und artistisches Können, sondern auch um die Herausforderung die eigene Darbietung "marktfähig" zu gestalten, sagte Unseld. Besonderer Dank gelte dabei nicht zuletzt den Trainerinnen: "Sie sorgen mit Einfühlungsvermögen und Nachhaltigkeit dafür, dass die Kinder ihr Selbstvertrauen stärken können, ein starkes Gemeinschaftsgefühl entwickeln, ihr Bestes geben, durchhalten, wenn es mal schwierig wird und so gemeinsam erfolgreich viele Kunststücke in der Öffentlichkeit präsentieren können."