Nervöses Gemurmel, erleichtertes Aufatmen und tosender Applaus erfüllten abwechselnd die Singener Münchriedhalle, als sechs Schulklassen beim internationalen Wettbewerb "Mathematik ohne Grenzen" um den Regionalsieg kämpften. Das Friedrich-Wöhler-Gymnasium schickte gleich drei Klassen ins Rennen, das Hegau-Gymnasium eine. Sie alle gehörten zu den besten Rechenkünstlern in der Region, hatten aber den Einzug in die Bezirksausscheidung verpasst. Im Regionalwettbewerb traten sie nun gegen zwei Klassen des Friedrich-Hecker-Gymnasiums aus Radolfzell an.

Köpfchen und Sportsgeist sind gefragt

In den drei Wettbewerbsrunden mussten die Teilnehmer nicht nur Köpfchen, sondern auch Sportsgeist beweisen, denn es kam nicht nur auf das richtige Ergebnis, sondern auch auf Schnelligkeit an. Für jede Runde mussten die Klassen je sechs Schüler auswählen. Auf das Startsignal von Lehrer und Moderator Frank Heinzelmann rannten sie unter dem Beifall ihrer Mitschüler los, um sich die Aufgabenzettel zu schnappen. Dann rauchten die Köpfe. Es wurde gegrübelt, gerechnet und angeregt diskutiert und nach der ersten Runde hatte die Klasse 9f des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums die Nase vorn. Das änderte sich jedoch im weiteren Verlauf des Wettstreits. Nach einem spannenden Finale belegten schlussendlich die Klassen 10a und 9c des Radolfzeller Friedrich-Hecker-Gymnasiums die ersten beiden Plätze. Auf Rang drei landete die 10b des Hegau-Gymnasiums, für die Gastgeber reichte es am Ende nicht für einen Platz auf dem Treppchen.

Die Teilnehmer von "Mathematik ohne Grenzen" müssen nicht nur im Kopf fit sein.
Die Teilnehmer von "Mathematik ohne Grenzen" müssen nicht nur im Kopf fit sein. | Bild: Tesche, Sabine

Trotzdem zeigte sich Florian Berchtold vom Fachbereich Mathe des Friedrich-Wöhler-Gymnasiums zufrieden mit der Veranstaltung. "Die Schüler machen super mit, die Stimmung ist gut und alle haben Spaß – was will man mehr", so der Lehrer. Das bestätigt auch Florian aus der 10a des Friedrich-Hecker-Gymnasiums, der stellvertretend für seine Klasse den Pokal entgegennehmen durfte. "Es hat Spaß gemacht, weil es keine normalen Schulaufgaben waren, sondern richtige Rätsel", erzählt er und ergänzt stolz: "Wir sind als Titelverteidiger gestartet und haben wieder gewonnen."