Max Küng kennt nun die Kirchtürme von Gottmadingen und er weiß jetzt, dass der Turm beim Feuerwehrhaus nicht dazu gehört. Extra für seine Lesung im Weinhaus Fahr im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erzählzeit ohne Grenzen" hat er eine Kolumne für Gottmadingen verfasst. Doch auch seine anderen kleinen Geschichten sind sehr amüsant und lebensnah. Die über 100 Zuhörer sind aufs Beste unterhalten.

In seinem Buch „Die Rettung der Dinge“ sind 100 Geschichten enthalten, die in den Jahren 2009 bis 2017 in „Das Magazin“ – einer Wochenendbeilage von vier großen Schweizer Zeitungen – erschienen sind. Um Verwechslungen mit Hans Küng gleich mal vorab auszuräumen: Falls jemand wegen dem Theologen gekommen sei, zahle er unter Umständen das Eintrittsgeld zurück, denn einen Max Küng kenne ja in Deutschland keiner. Dafür gab es beim FC Basel mal einen Torwart mit dem Namen Hans Küng, dessen Autogramm er sich als Zwölfjähriger geholt habe. „Seitdem habe ich seine Unterschrift, ich habe mir wirklich Mühe gegeben“, erzählt Max Küng, geboren 1969 in Maisprach bei Basel.

„Aus dem Museum der Dialoge“ präsentiert er ein Gespräch zweier bierseliger Männer, die darüber sinnieren, wie denn nun die Schauspielerin aus dem Film „Die unendliche Geschichte“ hieß, für die Mehmet Scholl damals geschwärmt haben soll. Mitleid hat Max Küng mit der immer größer werdenden Zahl von Frauen, die ein Paket zur Post bringen müssen. „Frau, Zalando-Paket zur Post bringend. Das wäre der Titel des Bildes, 147 x 89,2 Zentimeter, Öl auf Leinwand, 2014“.

Mit den Minderwertigkeitskomplexen der Schweizer hat sich Max Küng natürlich ausgiebig in seinen Kolumnen befasst. Er habe aber auch viele deutsche Freunde und manchmal leiste er Erste Hilfe, wenn ein Deutscher für eine Bratwurst im Züricher Stadion 7,50 Euro berappen soll.

Informationen über Max Küng und was er sonst noch geschrieben hat, gibt es auf seiner Internetseite: www.maxkueng.ch