Singen Weit weg, nah dran und ein Grenzfall...

Die Singener SÜDKURIER-Redaktion erreichen viele Pressemitteilungen. In der Rubrik "Von Parteien, Abgeordneten und Verbänden" werden sie in prägnanter Form präsentiert.

Schauen wir doch mal, wie’s der Nachbar macht. Das könnte der Vater des Gedankens gewesen sein, als die Grünen sich für die beginnende heiße Phase des Bundestagswahlkampfes zu einer Diskussionsveranstaltung zur Schweizer Energiestrategie 2050 entschieden – sie findet am Donnerstag, 22. Juni, um 19.30 Uhr in der Singener Stadthalle statt. Man wird sich mit der Zukunft der Schweizer Atomkraft und hier im Besonderen mit den Kernkraftwerken in Leibstadt und Beznau sowie der Entsorgungsstation in Benken beschäftigen und als Referenten tragen Nils Epprecht (Projektleiter Strom/Atom der Schweizer Energiestiftung), Raimund Kamm (Sprecher Bürgerinitiative Akw Grundremmingen und bayrischer Landesvorsitzender des Verbandes Windenergie) sowie Martin Schmeding (Bundestagskandidat der Grünen im Wahlkreis Konstanz) ihre Vorstellungen zur Energiepolitik vor. Einen unmittelbaren Bezug zur Wahl im September hat das zwar nur bedingt, zumal diesseits des Rheins sogar die Grünen neuerdings weniger die ohnehin mit Verfallsdatum versehene Atomkraft, sondern (siehe Bundesdelegiertenkonferenz) eher die Kohle als fürs Klima schadhafte Energiequelle im Visier haben. Aber vielleicht erfährt der Besucher am Donnerstag zudem etwas über die Wahlkampfstrategie der Grünen im Konstanzer Wahlkreis – denn auch deren Managerin sitzt auf dem Podium. Es handelt sich um Tabea Widmann, die Wahlkampfmanagerin moderiert den Abend.

Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Dorothea Wehinger, ist diesbezüglich näher dran am Volk. Sie stattete dem „Taka Tuka Land“ einen Besuch ab – und das liegt nicht irgendwo in Afrika, sondern direkt um die Ecke. Die so bezeichnete Kinderbetreuungseinrichtung der Arbeiterwohlfahrt befindet sich in der Schlachthausstraße in Singen und hier wollte sich die Politikerin über den Ausbau der Familien-Angebote informieren. Dafür gibt’s gute Gründe, denn das Familienhaus wird immerhin mit je 10 000 Euro für die Jahre 2016 und 2017 bezuschusst. Fazit von Dorothea Wehinger: Diese Fördermittel sind sehr gut angelegt.

Womit sich mit einer weiteren Pressemitteilung der Kreis schließt: Denn dabei geht es erstens um einen Deutsch-Schweizer Grenzfall und zweitens ist das Geld ebenfalls gut angelegt. Die Initiative „Rheinfall in Pink“ will mit einer Solidaritätsaktion auf die Belange brustkrebserkrankter Menschen aufmerksam machen. Nach Angaben der Initiative erkranken jährlich in der Schweiz etwa 5700 Frauen und zirka 40 Männer (ja, auch das gibt es) an Brustkrebs. Im Oktober finden auf der ganzen Welt Solidaritätsaktionen statt, wobei am 28. und 29. Oktober der Rheinfall in pink erstrahlen wird. Bei ähnlichen Aktionen wurden früher bereits der Eiffelturm in Paris, die Tower Bridge in London oder die Oper in Sydney illuminiert. Das Motto der Aktion lautet „Vorsorge kann Leben retten“ und dazu werden jetzt schon Symposien, Vorträge und Workshops zum Thema Brustkrebs vorbereitet. Am Rheinfallbecken selbst können Besucher im Präventionsbus der Krebsliga erfahren, wie sie ihr persönliches Krebsrisiko senken können. Teil der Aktion ist außerdem ein Benefizkonzert der Krebsliga Schaffhausen (Infos: www.krebsliga-sh.ch). (tol)

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