Einfach gemacht wurde es den SÜDKURIER-Lesern in diesem Jahr nicht. Im Vergleich zum Vorjahr wurden diesmal beim Jahresrückblicksrätsel der SÜDKURIER-Lokalredaktion Singen/Hegau die Fragen deutlich schwieriger gestaltet, dennoch fanden so gut wie alle Teilnehmer am Ende den Lösungssatz "Wissen was im Hegau laeuft" heraus. Hier nun die jeweils richtigen Antworten.

Conti: Nicht mehr als eine Episode

  • Die erste Frage galt dem ehemaligen Singener Hotel Conti, das im vergangenen Jahr abgerissen wurde. Gefragt wurde danach, ob das einstige bauliche Markenzeichen der Innenstadt vor 60, 50 oder 40 Jahren entstand. Die richtige Antwort: Das war vor 50 Jahren.
  • Bei der zweiten Frage ging es um den Anlass des Besuchs von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und des Innenministers Thomas Strobl in Singen. Die beiden kamen zwecks der Halbzeitbilanz der Landesregierung.
  • Um eine vergleichsweise einfache Aufgabe handelte es sich bei dem Namen des Gastredners beim Schätzelemarkt in Tengen 2018. Die richtige Antwort: Jens Spahn.

Lohnsteuer freut den Fiskus

  • Knifflig dagegen war die Frage nach dem höchsten Einzelposten der Steuereinnahmen des Finanzamtes Singen für das Jahr 2017. Es handelt sich um 343,9 Millionen Euro und sie stammen aus der Lohnsteuer.
  • Bei den beiden Gemeinden im Hegau, in denen 2018 neue Bürgermeister ihr Amt antraten, handelt es sich um Steißlingen und Gailingen.
  • Ein wenig ums Eck denken musste man bei der Frage nach dem Bestehen der Bohlinger Sichelhenke. Das Fest gibt es seit 60 Jahren – also musste ein Besucher, der mit 20 Jahren die erste Veranstaltung erlebte, im vergangenen Jahr 80 Jahre alt gewesen sein.
  • Für was steht das Kürzel ZWAR? Es ist die Abkürzung für ZW(ischen) A(rbeit) und R(ente) und die Gruppierung versucht Menschen dieser Altersgruppe zu höherer Teilhabe am sozialen Leben anzuregen.

Nirwana-Sänger ist kein Vogel

  • Am Sielmann-Weiher in Rielasingen-Worblingen wurden im vergangenen Jahr unter anderem Nilgänse und Neuntöter gesichtet. Nirwana-Sänger allerdings gibt es nicht (zumindest nicht in der Vogelwelt).
  • Bei der Frage nach der Stockwerkshöhe des Hegau-Towers war der erste Antwortvorschlag richtig. Das Hochhaus verfügt über 18 Stockwerke.
  • Bei der Frage nach dem Namen des Gebiets, auf dem das Wohnprojekt "Lebenswert" geplant ist, geht es um die "Knöpfleswies" in der Singener Nordstadt. Die alternativ angebotenen Gebietsnamen Dichterbüschle und Nördlegarten hingegen gibt es nicht.
  • Bei der Frage nach dem geplanten Einweihungstermin des zweiten Museums Art & Cars (Mac II) war der Mai 2019 die richtige Antwort.

Was sich reimt (aber nicht dichtet)

  • Nicht viel mehr als eine Randnotiz war der Bericht im SÜDKURIER, bei dem es um ein Hinweisschild für Hundebesitzer ging, die die Hinterlassenschaft ihrer vierbeinigen Begleiter doch bitte schön ordnungsgemäß entsorgen sollten. Auch wenn die Erkenntnis schwer fällt, aber tatsächlich stammt das schräge Gedicht nicht vom Tierschutzverein und auch nicht Stephan Glunk als Zunftmeister der Poppele: Die Dichter stammen aus der Abteilung Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung Singen.
  • Auch beim nächsten Rätsel ging es um eine Scherzfrage. Spätestens jetzt dürfte sich SÜDKURIER-Lesern einprägen, dass es in Singen einen Kuttel-Club mit 80 Mitgliedern gibt. Einen Verein der Kürbis-Freunde oder eine Spreiz-, Senk- und Plattfuß-Selbsthilfegruppe gibt es in Singen dagegen nicht (jedenfalls bisher).
  • Bei der Frage nach den Gründen für die Verzögerung des Schulneubaus in Gottmadingen war die vorgeschlagene Antwort der gestiegenen Kostenberechnung richtig. Inzwischen wird von einem Betrag in Höhe von 25 Millionen Euro ausgegangen.

Wilhelm Waibel ist "Der Chronist"

  • Das filmische Denkmal, das dem Singener Ehrenbürger Wilhelm Waibel im vergangenen Jahr gesetzt wurde, hat der Dokumentarfilmer Marcus Welsch gedreht und es trägt den Titel "Der Chronist".
  • Die Städtepartnerschaft zwischen Singen und La Ciotat in Frankreich jährte sich im vergangenen Jahr nicht zum 60sten und auch nicht zum 65sten Mal. Die Partnerschaft besteht seit 1968, also seit 50 Jahren.

Wieso das CANO CANO heißt

  • Richtig viel Spaß gemacht hat der Redaktion die Ausarbeitung der Frage nach dem im Bau befindlichen Einkaufscenter CANO beziehungsweise der Bedeutung des Namens. Vorgeschlagen wurden die Abkürzung für C(enter) A(m) N(euen) B(usbahnhof) sowie die Initialen eines angeblichen Großonkels der Investorenfamilie Otto mit dem Namen C(aesar) N(orbert) A(ndreas) O(tto). Beides ist falsch. Richtig dagegen ist, dass mit dem Namen CANO eine Verbindung zur Landschaft (vulcano) und zur Stadt Singen (von lateinisch canere = singen, besingen) hergestellt werden soll.
  • Bei der nächsten Frage ging es um ein Thema, das die Stadt Singen und die Hegau-Gemeinden noch öfters beschäftigen wird: Wer soll angesichts der hohen Nachfrage und des knappen Angebots bei der Vergabe von Grundstücken privilegiert werden? In Singen hat man dazu einen Kriterienkatalog verabschiedet, bei dem ehrenamtliche Tätigkeiten jedoch nicht berücksichtigt werden sollen.

Mit dem Traktor nach Hamburg

  • Zu den Kuriositäten des Jahres zählte die Reise des Männer-Quartetts Wolfgang Streit, Franz Gartmaier sowie Armin und Marvin Buchegger aus Steißlingen. Sie fuhren mit einem Traktorgespann von ihrem Heimatort nach Hartenholm bei Hamburg.
  • Gefragt wurde beim rätselhaften Jahresrückblick auch nach einer Person des öffentlichen Lebens, die 2018 nicht in Pension ging. Es handelt sich um den neuen Chef der PolizeiSingen, Thomas Krebs. Der Ruhestand dagegen begann für Udo Engelhardt von der Arbeiterwohlfahrt und Klaus Schramm von der ArbeitsagenturSingen.

Waschbären haben keine Schuld

  • Für die bevorstehende Fällung von rund 700 Eschen am Hohentwiel gibt es einen guten Grund. Die Bäume sind wegen des Befalls mit einem aus Ostasien eingeschleppten Pilz nicht zu retten. Falsch dagegen waren die Antwortvorschläge, wonach das Landratsamt Konstanz das Geld aus dem Holzverkauf benötigt beziehungsweise mit der Aktion der steigenden Population von Waschbären entgegengewirkt werden soll.
  • Einiges an dem Rätsel war scherzhaft. Anderes wiederum diente dazu, besondere Ereignisse zu würdigen. Dazu zählte die letzte Frage des Quizes. Hier ging es um das Erbe von Karin Schädler aus Engen. Sie überließ der Stadt Engen und der Gemeinde Mühlhausen-Ehingen 6,5 Millionen Euro für eine Stiftung zur Förderung von Bildung und Kultur.