Singen – Voll besetzt war die Aula des Hegau-Gymnasiums beim Sommerkonzert – alles andere wäre angesichts der großen Aufmerksamkeit für die Konzerte aber auch eine Überraschung gewesen. Im Repertoire befanden sich überwiegend neuere Stücke des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei die Leiterin des Orchesters Gabriele Haunz ihrer Aufgabe unter erschwerten Bedingungen nachkam. Ein gebrochener Fuß zwang sie dazu, im Sitzen zu dirigieren.

Dies hinderte sie jedoch nicht daran, das fast 70 Musiker umfassende Orchester gewohnt schwungvoll durch den Abend zu leiten. Er begann mit zwei Stücken des französischen Komponisten Léo Délibes sowie einem Walzer und einem Tango. Ihm folgte das 16 Mitglieder starke Vororchester unter der Leitung von Fabian Stoffler mit zwei Popsongs und einem Stück aus der Renaissance. Mit einem zum Taktstock umfunktionierten Zauberstab ging die musikalische Reise des Orchesters weiter ins Land des Zauberlehrlings Harry Potter. Hier kamen die vier Orchestermentorinnen souverän zum Einsatz.

Nostalgie kommt gut an

Der Chor unter der Leitung von Matthias Wodsak legte dieses Jahr den Schwerpunkt auf nostalgische Lieder. Beachtliche sechs Chormentoren konnten dabei zeigen, was sie gelernt hatten. Dass der Chor in allerlei Fremdsprachen versiert ist, hat er bereits mehrfach bewiesen. Ein Liebeslied auf Albanisch war jedoch auch für die 30 jungen Musiker eine Premiere, die sie souverän meisterten.

Meister am Klavier

Lukas Fritschy, der den Chor auf dem Klavier begleitet, stellte wie bereits beim Weihnachtskonzert mit einem Solo sein außergewöhnliches Talent unter Beweis und begeisterte das Publikum mit einem Stück von Sergei Rachmaninoff. Zum Schluss präsentierte das Orchester noch drei französische Stücke, die auf der bevorstehenden Reise in die Singener Partnerstadt La Ciotat gespielt werden sollen, sowie eine orchestrale Fassung des Popsongs „Africa“ von Toto. Hierbei beeindruckte der Abiturient Tizian Mattes mit seinen Solopartien am Marimbaphon.