Singen Vesperkirche in der Lutherkirche: Am Sonntag beginnt dritte Auflage des Projekts

Dazu wurde die Lutherkirche mit viel Mühe zum Gastraum umfunktioniert. Die Organisatoren loben die große Bereitschaft von ehrenamtlichen Helfern, mit anzupacken.

Es kann losgehen – die Vorbereitungen für die dritte Singener Vesperkirche sind in trockenen Tüchern. Am Sonntag, 14. Januar, öffnet die Lutherkirche ihre Pforten als größtes Gasthaus der Stadt. 15 Tage lang erwartet die Gäste täglich von 11.30 bis 14 Uhr ein gedeckter Gastraum, in dem ein Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen serviert werden. Eingeladen sind alle Menschen, egal ob arm oder reich. Jeder bezahlt das, was er kann.

Obwohl die Planung und Vorbereitungen zur Vesperkirche bereits vor vielen Monaten angelaufen sind, hatten es die letzten Tage vor der Eröffnung an diesem Wochenende in sich, wie die Organisatoren berichten. Joachim Hager ist einer von ihnen. Er übernimmt die Tagesleitung der Vesperkirche. Das heißt, er ist für den Ablauf der Veranstaltung verantwortlich. "Wir sind guter Dinge", gibt er zu verstehen. In der vergangenen Woche war er viel unterwegs, um Vorbereitungen zu treffen. "Die Gläser wurden geliefert und der Sprudel von der Randegger Ottilienquelle", Dinge wie die Besorgung der Tischwäsche seien nun erledigt, erläutert er. Aktuell befasst er sich mit Schreibarbeiten und fertigt Namensschilder sowohl für die täglich bis zu 45 Helfer an sowie ein Schild, auf dem die Sponsoren und Gönner der Vesperkirche genannt werden.

Knapp 50 Mitglieder des Lions-Clubs Radolfzell Singen freuen sich auf ihren Service-Einsatz in der Singener Vesperkirche. An diesem Tag wurden durch den Club auch Essen, Kuchen und Getränke finanziert. Zusätzlich wurden spontan weitere 1500 Euro gespendet.
Knapp 50 Mitglieder des Lions-Clubs Radolfzell Singen freuen sich auf ihren Service-Einsatz in der Singener Vesperkirche. An diesem Tag wurden durch den Club auch Essen, Kuchen und Getränke finanziert. Zusätzlich wurden spontan weitere 1500 Euro gespendet. | Bild: Karin Zöller

Besonders froh ist Joachim Hager, dass das Catering Maier aus Stockach für die Vesperkirche gewonnen werden konnte. "Die zusätzlichen 300 Essen täglich waren für die Küche vom Haus am Hohentwiel zu viel". Umso schöner sei es, dass das Haus am Hohentwiel bereit ist, die Essen an den Wochenenden weiterhin zu übernehmen. "Wir zahlen pro Essen 4,50 Euro an den Caterer", gibt Hager zu verstehen. Das sei ein guter Preis, müsse jedoch finanziert werden. Ohne die vielen Spender wäre das nicht möglich. Auch Rolf Wagner hatte in den vergangenen Wochen viel zu tun. Er kümmert sich um die technische Umsetzung des Projekts. So hat er den Ausbau der Kirchenbänke mit dem Bauhof organisiert sowie das Aufstellen von Tischen und Stühlen, wobei die Überlinger Gymnastikgruppe und der Helferkreis angepackt haben. "Die Tische bekommen wir von der Stadt, die Stühle sind aus der Aula des Hegau-Gymnasiums. Während der Vesperkirche dürfen wir die Kirchenbänke in der Markuskirche unterstellen, die im Winter nicht genutzt wird", sagt Wagner. Die Organisation laufe mit jedem Jahr besser. Als Optimierung gebe es einen Rollator-Parkplatz in der Kirche.

Karin Burger und Christiane Hofmann freuen sich über die Hilfsbereitschaft. Karin Burger organisiert mit Claudia Graf die Kuchenspenden sowie den Kaffee. Die Anmeldungen für Kuchenspenden seien gut, berichtet Karin Burger. Willkommen sind Kuchen ohne Sahne und ohne Alkohol. Wer einen Kuchen spendet, bekommt eine Zutatenliste, damit für Allergiker die Zutaten klar überprüfbar sind. An Helfern soll es bei der Vesperkirche nicht mangeln. Obwohl wenig Werbung gemacht worden sei, hätten sich viele der Helfer des vergangenen Jahrs auf ihre Anfrage per E-Mail gemeldet, berichtet Christiane Hofmann. Pfarrerin Andrea Fink ist guter Dinge: "Wir freuen uns alle sehr auf diese Zeit."

Bei der ersten Singener Vesperkirche wurden die Organisatoren vom großen Zuspruch überrascht. Dieses Jahr hat man mit vielen Helfern geplant und die Organisatoren sind sich ziemlich sicher, dass die Planung aufgeht.
Bei der ersten Singener Vesperkirche wurden die Organisatoren vom großen Zuspruch überrascht. Dieses Jahr hat man mit vielen Helfern geplant und die Organisatoren sind sich ziemlich sicher, dass die Planung aufgeht. | Bild: Karin Zöller

 

Gottesdienst

Die Vesperkirche findet vom Sonntag, 14., bis Sonntag, 28. Januar, statt. Eröffnet wird sie am Sonntag um 10 Uhr mit einem ökumenischen Festgottesdienst. Zu Gast ist Peter Stengele von der katholischen Erzdiözese Freiburg. Anschließend wird zum Mittagstisch geladen. An den folgenden Sonntagen finden jeweils um 10 Uhr Gottesdienste statt. Am 21. Januar gestaltet diesen das Käthe-Luther-Kinderhaus. (ker)

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