Hegau Verzehrtheater "Clowns und Kalorien" lädt SÜDKURIER-Leser zum Blick hinter die Kulissen ein

Der SÜDKURIER öffnet Türen ins Varieté: Vier Leser erfahren, welch' Aufwand hinter einer kunterbunten Revue steckt.

Die Tischlein sind gedeckt, die Kalorien lecker vorbereitet und die Clowns stehen parat, als die vier SÜDKURIER-Leser Monika Mai, Rolf Ladwig, Heidrun und Jürgen Ullrich die kunterbunte Welt des Verzehrtheaters "Clowns und Kalorien" betreten. "Wir sind voller Erwartung", gesteht Monika Mai aus Hilzingen – eine der Gewinnerinnen besonderer Einblicke hinter die Kulissen des Varietés, als sie von Küchenchefin Marion Gasser empfangen werden. "Bekannte haben uns bereits von diesem Theater vorgeschwärmt", erzählt Heidrun Ullrich, die ebenfalls an der Verlosungsaktion erfolgreich teilgenommen hat.

Insgesamt 30 Mitarbeiter sorgen beim Wanderzirkus für beste Unterhaltung, die alle Sinne anspricht. "Sogar in der Küche arbeiten wir nicht nach Zeitplan, sondern im Takt der Bühnenshow", verrät Marion Gasser beim Rundgang durch ihr Reich und zeigt auf den Bildschirm, der dem Küchenpersonal stets den Blick auf die Bühne ermöglicht. "Dann wissen wir genau, bei welchem Tusch wir welchen Handgriff machen müssen, damit am Ende die Teller zum richtigen Zeitpunkt auf den Tisch kommen", erklärt die passionierte Köchin.

Schon beim Empfang sind die Akteure Saul, Jenifer, Kevin, Luca, Emanuel und Domino (v.l.) mit dabei – im schwarzen Frack und weißen Schürzen. Kurzum: Ein Empfang der Gäste mit Stil.
Schon beim Empfang sind die Akteure Saul, Jenifer, Kevin, Luca, Emanuel und Domino (v.l.) mit dabei – im schwarzen Frack und weißen Schürzen. Kurzum: Ein Empfang der Gäste mit Stil. | Bild: Matthias Biehler

Vor 18 Jahren hat sie mit ihrem Mann Frithjof die Idee geboren, Zirkuskunst und Kulinarik zu verbinden. Seither touren sie Jahr für Jahr durch die Schweiz. Noch bis zum 19. August dauert ihr Gastspiel in der Grenzstadt Neuhausen am Rheinfall. Das bedeutet für Marion Gasser jeden Abend einen Balanceakt zwischen Küche und Bühne zu vollführen. "Eins, zwei, drei, vier... sieben Mal am Abend ziehe ich ein anderes Kostüm an", verrät die umtriebige Unternehmerin und führt die Gäste in die Garderobe, wo Glitzerkleider, Galaroben und elegante Anzüge zu finden sind. "Unserer Mitarbeiter müssen überall mitmachen", erklärt die Chefin: Egal ob es das Bügeln der Hemden ist, oder das Servieren des Vier-Gang-Menüs. Meist beginnt der Arbeitstag morgens gegen 9 Uhr, denn wenn abends um 18.30 Uhr die Gäste kommen, muss fertig sein, was vorbereitet werden kann. Da ist gute Organisation viel wert, auch beim Kochen. Aber das Essen wird jeden Abend frisch gekocht: "Aufwärmen geht nicht, der Geschmack geht verloren", so Gasser. Sie ist in Zürich aufgewachsen und hat eine Lehre als Augenoptikerin absolviert. Mit dem Erhalt des Gesellenbriefs hat sie der Branche den Rücken gekehrt. "Ich habe damals eine Lehre gemacht, weil man eben eine Lehre macht, nebenbei aber bereits mit Kochen und Tischdekorationen Geld verdient." Und das tut sie bis heute in ihrem Reich aus tausend Träumen: "Diese Ortswechsel brauche ich. Immer nur zuhause zu sein, das wär' nichts für mich."

Die Zeit im Verzehrtheater vergeht schnell und nach einem kurzen Gang über die Bühne, wo sich die beiden Stehgeiger Oleg und Lubomir auf ihren Auftritt vorbereiten, können die SÜDKURIER-Gewinner bereits die ersten Gäste vor dem Zelt beobachten, bevor das Programm beginnt. Dann werden die Tische zu Genussträgern und die Varietébühne zur Projektionsfläche für Artisten und farbenprächtige Showeinlagen mit bis zu 20 Tänzerinnen und Tänzern. Die Show beginnt: Roter Samt, antike Kerzenständer, goldene Engelchen und prachtvolle Kronleuchter – ein Plüschambiente, das zum Träumen, Schlemmen und Lachen einlädt. "Das war gigantisch gut. Ein Rund-um-Wohlfühlpaket", war Heidrun Ullrich restlos begeistert.

Direkt hinter der Bühne steht der Garderobenwagen. Bis zu sieben Mal wechseln die Artisten pro Vorstellung ihr Kostüm, verrät Varieté-Unternehmerin Marion Gasser (rechts).
Direkt hinter der Bühne steht der Garderobenwagen. Bis zu sieben Mal wechseln die Artisten pro Vorstellung ihr Kostüm, verrät Varieté-Unternehmerin Marion Gasser (rechts). | Bild: Matthias Biehler

Menschen mit Späßen und Leckereien zu unterhalten, ist die große Kunst des kleinen Theaters. Mit einem süffisanten "Schuu-schuu" verzaubert Juniorchef Domino Gasser das Publikum und die Artisten begeistern das Publikum mit atemberaubenden Vorstellungen. "Die ungarische Akrobatin hat eine wunderbare Nummer präsentiert", lobt Monika Mai die Show der Handstand-Equilibristin Jenifer. Schwungvoll ist die Luftnummer der Australierin Harmony ebenso, wie die fliegenden Untertassen von Silvio aus Italien. Für den Spaß sorgt Mister Conc. "Die Details sind einfach herrlich", so Heidrun Ullrich aus Rielasingen-Worblingen. Und die Artisten überzeugen nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Umsorgen der Gäste, während hinter den Kulissen die Teller im Minutentakt bestückt werden. Mit vollgeschlagenem Bauch und herzhaftem Lachmuskelkater haben die SÜDKURIER-Leser den Heimweg angetreten.

Die Aktion

Immer wieder bietet die Verlosungsaktion "der SÜDKURIER öffnet Türen" die Gelegenheit zu besonderen Einblicken, die normalerweise hinter verschlossenen Türen liegen. Dieses Mal ging es hinter die Kulissen des Varietés "Clowns & Kalorien", das noch bis 19. August in Neuhausen-Langriet gastiert. Artisten und Clowns servieren nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch ein leckeres Menü im nur wenige Meter hinter der deutsch-schweizerischen Grenze stehenden Zelt.

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