„Hilfe zur Selbsthilfe“ – das ist das Motto des gemeinnützigen Vereins „Ka Mali Deme – Helft Mali e.V.“, der vielen Menschen in Mali ein besseres Leben ermöglicht hat. Ka Mali Deme kommt aus der malischen Sprache Bambara und bedeutet: „Helft Mali“. Neben der Amtssprache Französisch ist Bambara die am häufigsten gesprochene Sprache in Mali. Der Verein wurde 2003 von Christine Sakowski gegründet, die von 1988 bis 1997 als Krankenschwester in Mali tätig war. Nach Afrika zu gehen war für sie eine „Berufung von Gott“. Gelebt und gearbeitet hatte sie in dem Dorf Dougourakoro, 30 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt, dessen Einwohner sie bei Abreise baten, doch wiederzukommen und ihnen zu helfen. Das war für Sakowski der Ansporn, den Verein zu gründen und in diesem Dorf zu helfen.

Durch diese Initiative ist in Dougourakoro in den letzten Jahren eine Krankenstation entstanden, die medizinische Hilfe für alle, egal wie arm, zur Verfügung stellt. „Sehr wichtig ist in Afrika die medizinische Versorgung von Kindern und Müttern“, wie Christine Sakowski erklärt. Geleitet wird die Station von dem Malier Amadou Sagara, denn die Afrikaner sollen das Projekt selbst aufbauen und betreuen. „Es ist ihre Vision, nicht unsere“, ist die Begründung von Sakowski. Ziel für die Zukunft ist es, die Krankenstation vollkommen zu autonomisieren, momentan ist dies zur Hälfte geschafft.

Im vergangenen Jahr wurden außerdem Vorkehrungen gegen die Ebola-Epidemie getroffen, von der es in Mali zum Glück nur Einzelfälle gab. Es wurden beispielsweise Wasserspender mit Chlorwasser oder Seife an Schulen und Kirchen aufgestellt, damit die Menschen sich waschen und desinfizieren können. Informiert wurden sie über die Wichtigkeit hygienischer Maßnahmen und wie sie angewendet werden. Strom und fließendes Wasser gab es im Dorf nicht, bis die Krankenstation gebaut wurde. Ein großes Problem ist, dass es noch keine Ärzte gibt, sondern nur Pfleger, die auch als Ärzte agieren. Mit allen Technikern und Mitarbeitern sind es zwölf Helfer. Dieses Jahr soll ein Arzt ins Dorf geschickt und finanziert werden. Des Weiteren soll ein Labor an die Krankenstation angebaut werden.

Ein weiteres Projekt von „Ka Mali Deme“ war ein Garten von etwa einem Hektar, der von den Frauen des Dorfes bepflanzt und bewirtschaftet wird, um den Hunger zu stillen. Zudem wurde ein Brunnen zur Bewässerung des Gartens und zur Bekämpfung des Durstes gebohrt. „Es ist eine Mutmachung für die Afrikaner und eine Blickwendung für die Europäer“, so Sakowski.

Der Verein „Ka Mali Deme“ finanziert sich ausschließlich durch Spenden und wird nicht vom Bund gefördert. Viele engagieren sich ehrenamtlich durch Spenden, Hilfen vor Ort oder auch Gebete. Helfen kann jeder, auch ohne eine Mitgliedschaft. Christine Sakowski ist dankbar jede Hilfe: „Es ist nicht mein Projekt, denn es wird von vielen Leuten aus Deutschland unterstützt.“