Singen – Die Pausenhalle der Ekkehard-Realschule wird in diesen Wochen um einiges schöner. Schüler der neunten Klassen haben ein großes Wandbild mit Urwaldmotiven gemalt. Dabei wurden sie nicht nur von ihrer Kunstlehrerin Karin Lessmann unterstützt, sondern auch von der Maler- und Lackiermeisterin Stefanie Probst von einer Singener Firma.

Viel Grün ist an der großen Wand in der Pausenhalle nun zu sehen, wie es sich für einen Urwald gehört. Doch links und rechts haben sich auch zwei Tiere versteckt. Bianca Piel (15) aus der Klasse 9¦d hat sich für den Tiger entschieden und nach einer Vorlage das Raubtier in den Dschungel integriert. "Das war eine gute Idee, dass wir die Aula mal etwas verschönern können", sagt sie. Ein fliegender Ara ist das Werk von ihrer Klassenkameradin Laura Schneider (15). Sie war anfangs skeptisch, ob das alles schön wird, doch nun, wo es fast fertig ist, ist sie sehr zufrieden mit dem Gesamtbild.

Karin Lessmann hatte sich für das Projekt von dem französischen Maler Henri Rousseau (1844-1910) inspirieren lassen. Er war der bedeutendste Vertreter der naiven Malerei und Wegbereiter des Surrealismus und hatte sich das Malen autodidaktisch beigebracht. "Ich fand es besonders beeindruckend, dass Rousseau aus einfachen Verhältnissen kam und sich das Malen dann aus eigener Kraft beigebracht hat", so Lessmann.

Mit Schablonen brachten die Schüler zunächst die großen Motive auf. Besonders das Malen von Vorder-, Mittel- und Hintergrund ist für sie eine große Herausforderung. Dabei hatten sie fachliche Unterstützung durch Stefanie Probst. "Wir möchten den Schülern natürlich auch den Beruf des Malers schmackhaft machen", sagt sie. Die Firma Heinrich Schmid, bei der sie arbeitet, hat schon länger eine Kooperation mit der Schule und zahlt auch die Kosten für das Material zum Malen. Auch die Bildergalerie an den Seiten war im Rahmen eines Projekts entstanden. "Diese Bildergalerie werden wir auch noch mit Urwaldmotiven verschönern", sagt Lessmann.