Abschied nehmen muss die Stadt Singen von Wilfried Paul. Der Träger der Singener Bürgermedaille ist im Alter von 77 Jahren gestorben. „Er hat in seinem Leben ein bemerkenswertes Beispiel an sozialem Engagement gesetzt“, erinnert Singens OB Bernd Häusler an den Menschen, dessen großes Lebensziel es war, anderen zu helfen. 

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Noch bis 2016 war er als ehrenamtlicher Vorsitzender für den Elisabethenverein aktiv. Dann hat er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Die Stadt ehrte den gebürtigen Singener für sein umfangreiches, soziales Engagement mit der Bürgermedaille. 27 Jahre war er für den Elisabethenverein, der die Kindertagesstätten der katholischen Kirche in der Stadt organisierte, ehrenamtlich tätig.

Mensch mit sozialer Ader

Seine soziale Ader entdeckte Paul früh. Nach einer technischen Ausbildung ging er als Entwicklungshelfer für neun Jahre nach Afrika, wo er im kamerunischen Dorf Almé mit dem ebenfalls aus Singen stammenden Pfarrer Cosmas Dietrich Hilfe leistete. Sein technisches Wissen nutzte er für die Landwirtschaft, Stromerzeugung und Wasserversorgung, so wie den Bau einer Schule. Und auch seine Frau Blandine hat er in dieser Zeit kennen- und lieben gelernt. Zurück in seiner Heimatstadt arbeitete er nahezu drei Jahrzehnte als Sozialarbeiter der Stadt Singen für sozial schwache Menschen, zuletzt als Leiter im Treffpunkt Süd, und hat sich auch für die Gruppe der Sinti und Jenischen eingesetzt. Arbeitsvermittlung, Hausaufgabenhilfe und Erziehungsförderung gehörten zu den wichtigen Aufgaben.

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Beim Neujahrsempfang 2017 zeichnete OB Bernd Häusler Paul mit der Bürgermedaille der Stadt Singen aus – eine Auszeichnung, für die sich der Geehrte bedankte und mit seinen Worten einmal mehr die Herzen der Besucher erreichte hatte. Jetzt ist seine Stimme für die Kleinen und Schwachen für immer verstummt.