Der Theaterverein Pralka steckt mitten in den Proben zur Mammutproduktion anlässlich seines zehnjährigen Bestehens. Mit dem Stück „Heimwehland“ kommt die erste Zusammenarbeit in der Region zwischen einem Amateurtheaterverein, dem Laienstreichorchester Collegium Musicum und der grenzüberschreitenden Hegaukantorei auf die Bühne.

Die Regisseurin Susanne Breyer geht dabei mit den Laienschauspielern neue Wege. Und kehrt gleichermaßen zum Thema Polen aus den Anfängen von Pralka mit dem erstaufgeführten Stück „Polski Blues“ zurück. Mit der Übersetzung von Pralka aus dem Polnischen in die deutsche „Waschmaschine“ schließt sich der Kreis des im Schleudergang aktiven Theatervereines.

Zuschauer sollen neugierig auf Polen werden

Mit diesem Projekt möchten die Regisseurin Breyer und die Laienschauspieler von Pralka die Neugierde auf Polen wecken, welches als Deutschlands Nachbarland von Baden-Württemberg weit entfernt liegt. Die Begriffe Nationalismus, Identität, Fremdenfeindlichkeit, Integration und Heimat werden innerhalb des Stückes von vielen Aspekten aus behandelt und im Spiel verarbeitet. Dabei geht die Regisseurin dem aus der Geschichte Erlernten und der Frage, wofür man heute kämpfen würde, auf den Grund.

Von der Symbolkraft einer Sage

Das Stück „Heimwehland“ beginnt mit der Sage um einen schrecklichen Drachen mit langen, spitzen Zähnen und einem mit Schuppen bedeckten Körper. Dieser Drache lebte vor vielen Jahren in einer Höhle unter dem Wawelberg und versetzte Krakaus Einwohner in Angst und Schrecken. Susanne Breyer bearbeitete die Sage, die als Parabel für den Kommunismus dient, und verknüpfte sie mit der polnischen Geschichte nach 1980.

Karten für die Premiere am 25. Oktober und die Aufführungen am 26. und 27. Oktober in der Scheffelhalle in Singen gibt es zum Preis von 20 Euro bei den Vorverkaufsstellen Buch Greuter in Singen und Südstern-Bölle in Singen sowie freitags von 12 bis 14 Uhr in der Geschäftsstelle Pralka e.V. in Rielasingen, Werner-von-Siemens-Straße 19.