Die Eidgenossen sind ja Leid geprüft, wenn es um die Beziehung zum großen Nachbarn geht. Im Schwabenkrieg mussten sie vor über 500 Jahren den Rückzug aus dem Hegau ergebnislos antreten. Zuletzt haben gar Berliner Regierungsmitglieder und Bundesminister mit dem Einmarsch der Kavallerie gedroht, falls die Schweiz am Bankengeheimnis festhalten sollte. Auch diese Burg wurde am Ende geschliffen.

Jetzt soll es zu einer neuerlichen Attacke gekommen sein, wenngleich diese mit staatlichen Maßnahmen wenig zu tun haben dürfte, wie die Kantonspolizei mitteilt. Am frühen Mittwochmorgen gegen ein Uhr soll ein Männertrupp in Badehosen am Schaffhauser Rheinufer aufgetaucht sein und dort ein Schweizer Geschwisterpaar angepöbelt und die junge Schweizerin anzüglich angesprochen haben. Ihr Bruder, ein 32-jähriger Schweizer, habe interveniert und seine jüngere Schwester verteidigen wollen. Doch die unbekannten Männer hätten kurzerhand zugeschlagen und den beiden ihre Musikbox entwendet, bevor sie in verschiedene Richtungen davon rannten. Einige Männer sollen in einem roten Auto Richtung der deutschen Exklave Büsingen davon gefahren sein.

Diplomatische Verwicklungen drohen wohl nicht, dennoch hofft die Schaffhauser Polizei auf Zeugenhinweise, um den aggressiven Besuchern aus dem Nachbarland auf die Schliche zu kommen. Wer mehr weiß, Anruf genügt: (004152)624 24 24