Der städtische Eigenbetrieb für Kultur und Tourismus in Singen (KTS) hat für das erste Halbjahr 2016 sehr gute Zahlen erwirtschaftet. Das erklärte KTS-Chef Roland Frank in der Sitzung des entsprechenden Gemeinderatsausschusses. Die Erlöse seien besser als erhofft und die Kosten für den Unterhalt der Stadthalle und die anderen Aufgaben seien planmäßig. Die von der KTS selbst organisierten Veranstaltungen würden sehr gut laufen und regelmäßig hunderte Zuschauer anziehen. „Wir füllen die Halle richtig gut“, sagte Roland Frank. Jährlich gebe es bis zu 300 Veranstaltungen in der Stadthalle. Jeweils mehr als 1000 Zuschauer seien beispielsweise zu „Nabucco“ und einer Tanzshow gekommen. Das zeige das nachhaltige Interesse an dortigen Großveranstaltungen. Neue Konkurrenz, wie jetzt in Konstanz mit dem Bodenseeforum schrecke die Singener Hallenmacher nicht. Da die Singener Halle eine Stufenbestuhlung zulasse, sei sie für viele Veranstaltungen deutlich geeigneter als andere Hallen in der Umgebung.

Die Stadthalle wird kommendes Jahr zehn Jahre alt. In manchen Bereichen gibt es schon erste Abnutzungserscheinungen, wurde in der Sitzung deutlich. Die elektronische Nummerierung der Stühle funktioniert nicht immer einwandfrei, wurde in der Sitzung des KTS-Ausschusses deutlich. Inge Kley hatte dies angesprochen. Man arbeite mit Hochdruck an diesem Problem, erklärte KTS-Chef Roland Frank. Solches Zubehör leide einfach unter der Dauerbelastung, unterstützte Oberbürgermeister Bernd Häusler. In der Stadthalle gab es dieses Jahr auch mehrere Wasserschäden. Unter anderem ein Starkregen im Sommer flutete fast den Keller der Halle, berichtete Technik-Chef Thomas Obeth. Außerdem waren mehrere Rohrleitungen defekt und lösten Wasserschäden aus. In den großen Schadensfällen greife die Versicherung.

Eine grundsätzliche Debatte über die Finanzierung der Stadthalle keimte in der Sitzung kurz auf. Hintergrund war die Tatsache, dass die KTS die nötigen Abschreibungen für die Stadthalle nicht selbst erwirtschaften kann, also praktisch vom eigenen Bestand zehrt und langfristig dann mit erheblichen Investitionskosten für die Stadtkasse zu rechnen ist. Die SPD hatte dies jüngst wieder auf den Tisch gebracht und eine grundlegende Klärung dieser Situation angemahnt. OB Bernd Häusler betonte, dass das Finanzierungskonzept für die Halle dies ausdrücklich vorgesehen habe. "Sonst hätte es diese Halle so nie gegeben". Und das Finanzierungskonzept sei ausdrücklich von allen im Gemeinderat seinerzeit gutgeheißen worden. Häusler und Frank erklärten, es sei deshalb um so wichtiger, dass die Halle und ihr Inventar gut in Schuss gehalten würden.

Bald Hohentwiel-Karten

Für das kommende Hohentwiel-Festival wird es voraussichtlich in den nächsten Tagen schon erste Namen von beteiligten Künstlern und Gruppen geben, wurde am Dienstag in der KTS-Sitzung bekannt. Der Konzertveranstalter Koko werden wohl zwei Bands ankündigen. Zwei weitere sollen dann im nächsten Jahr folgen. Einige Hohentwiel-Karten können somit noch als Geschenk unterm Weihnachtsbaum landen.