Unter den Sonnenschirmen im Innenhof des Tierheims herrschte fröhliche, fast familiäre Stimmung, das Sommerfest des Tierschutzvereins ist für viele Freunde und Förderer schon ein fester Treffpunkt im Jahr geworden. Es habe schon mindestens 30 Sommerfeste gegeben, und seit Anbeginn „bleiben uns die Gäste treu“, freute sich Vorsitzende Marion Czajor über die zahlreichen Besucher.

it dabei waren wieder das Duo „Sugar Moon„ und viele ehrenamtliche Helfer. Ohne sie wäre auch der reguläre Betrieb nicht zu bewältigen. Stefan Keller ist einer von ihnen, 2013 begann er als Gassigänger.

Ehrenamtliche leisten wichtige Arbeit

Daraus habe sich eine Eigendynamik entwickelt, heute führt er hauptsächlich Problemhunde aus. „Das sind Hunde bestimmter Rassen, die schon mal beschlagnahmt wurden, weil es zum Beispiel Beißvorfälle gab“, erklärt Keller.

Mit zwei Hunden hat er bisher einen Wesenstest durchgeführt, wobei festgestellt wird, ob eine Gefährdung vorliegt. Einen eigenen Hund hat er nicht, aber er sagt: „Hier im Tierheim habe ich im Moment zehn Hunde.“

Keller ist Jurist und bringt sich drei bis vier Tage in der Woche und selbst in seinem Urlaub für das Tierheim ein. Wie folgsam ausgebildete Hunde sein können, führten drei Mitglieder des Vereins für Deutsche Schäferhunde mit Übungen der Unterordnung vor.

Auch Tagespflege gehört zum Angebot

Beate Kurta ist Anfang des Jahres nach Singen gezogen und weil ihr Hund während ihrer Abwesenheit bellte, kamen Beschwerden von Nachbarn. „Ihn privat während meiner Arbeitszeit unterzubringen, war nicht möglich, die Alternative wäre gewesen, ihn abzugeben“, erzählt Kurta.

Vor ihrem Umzug war sie selbst Mitglied in einem Tierschutzverein, und so kam sie darauf, sich ans Singener Tierheim zu wenden. Dort sei man sehr bemüht gewesen und habe mit einigen Stunden Tagespflege eine gute Lösung gefunden.

Das Team vom Tierheim freut sich über ehrenamtliche Helfer und auch Spender. Ihren besonderen Dank richtet Czajor an die Klasse 9c der Ekkehard-Realschule. Die Schüler sammelten durch Kuchenverkauf für ihren Aufenthalt im Landschulheim und spendeten zehn Prozent des Erlöses ans Tierheim.