Mit fortlaufender Nummer traten ganze Familien an, der Hospizverein bot mit Waltraud Kohler die wohl älteste Teilnehmerin auf. "Da kann ich mithalten", meinte die 81-Jährige selbstsicher. "Wir gehen, solange uns die Füße tragen", stimmte Bianca Meyer mit ein. Ursula Geng sagte: "Wir wollen ein Zeichen setzen." Das taten unter dem Motto "laufend mithelfen" mehr 1100 Teilnehmer. Der Erlös geht zu gleichen Teilen an den Hospizverein Singen und Hegau und an den Verein Kinderchancen Singen

Mit Nordic-Walking-Stöcken oder dem Hund an der Leine und die Jüngsten im Kinderwagen lockte der Stadtlauf bei bestem Wetter am Sontag zahlreiche Teilnehmer und Zuschauer in die Innenstadt. Eine halbe Stunde vor Start auf dem Rathausplatz konnte Moderator Stephan Glunk den 1000. Teilnehmer verkünden. Die Guggenmusik Hohentwiel Burgteufel sorgte schon im Vorfeld für fetzige Unterhaltung, die 25 Musiker begaben sich auch mit ihren Musikinstrumenten auf die Strecke. "Wir laufen bis zum Holzinger Pavillon und zurück. Mehr geht nicht", zeigte Daniel Haumesser auf sein Sousaphon. Das wiegt immerhin 13 Kilo. Die Burgteufel gehörten wie die Guggen der Burnin' Tunes zum musikalischen Rahmenprogramm. Die begaben sich mit Instrumenten Stück für Stück auf die Strecke und pausierten für Platzkonzerte.

Mit zu den ältestenTeilnehmern zählten auch Bewohner des Altenheims St. Anna. 35 Teilnehmer, darunter 15 Rollstuhlfahrer, gingen an den Start. "Wir schieben mindestens eine Runde", versicherte Gitte Ammelounx. Das bedeutete eine Strecke von 2,4 Kilometern. Fünf Minuten vor Start konnten es Schüler des Engener Gymnasiums kaum mehr erwarten. Sechs Runden wollten sie schaffen. Tizian war sich sicher: "Das sind 14,4 Kilometer, aber wir schaffen das." Jeder Teilnehmer konnte in zweieinhalb Stunden so viele Runden drehen wie er wollte.

An zwei Versorgungsständen stand Stärkung und Mineralwasser bereit. 50 Helfer vom Stadtturnverein hatten wieder die komplette Bewirtung und alle Streckenposten übernommen. Gegen 13 Uhr sammelten sich die Teilnehmer hinter der Startlinie, dicht schlängelten sich die Läufer vom Rathausplatz bis zur Schmiedstraße.

Die letzten Sekunden vor dem Start zählten alle mit und los ging es. Die Vorderen stürmten vor, langsam setzte sich der Pulk der Teilnehmer in Bewegung. Ausdauer statt Schnelligkeit war gefragt, es ging um die Anzahl der gelaufenen Kilometer. Für jeden sponsert die Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau einen Euro.

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Neuer Rekord

Mit der dritten Auflage des Stadtlaufs kann die Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau eine Steigerung von rund 700 auf über 1100 Teilnehmer verzeichnen. Für jeden gelaufenen Kilometer sponsert die Bank einen Euro. Den Rekord mit 14 Runden stellten die Einzelläufer Stefan Thiel und Sergej Maurer auf. Stärkste Gruppe mit 52 Runden war das Gymnasium Engen, größte Gruppe war die Tanzschule Seidel. Insgesamt wurden 4011 Runden gelaufen. Der Erlös des Laufs kommt wechselnden sozialen Einrichtungen in der Region zugute. (ros)