Grün sei die Hoffnung – heißt es. Die Grünen in Singen scheinen aber alle Hoffnung fahren zu lassen. Sie wollen es nun lieber bunt treiben und einen Neuanfang wagen. Das klingt vielversprechend, soll doch jedem Neubeginn ein Zauber inne wohnen. Doch wie schnell solch Zauber verfliegt, durften die Genossen der SPD im vergangenen Bundestagswahlkampfjahr erfahren.

Jetzt wollen Teile der Grünen in der Stadt den Wechsel planen – inhaltlich, organisatorisch und personell. Vor allem aber bunt. Doch dass die Pläne längst nicht reif sind, zeigt die plötzliche Angst vor öffentlicher Diskussion. Selbstsicherheit dürfte nicht dahinter stecken, die Presse auszuladen, um ungestört ein Meinungsbild zu zeichnen. Im übrigen: Wer Angst vor der Marke Grün hat, sollte sich besser nicht in der gleichnamigen Partei engagieren.

matthias.biehler@suedkurier.de