Singen Singener Großunternehmen Constellium im Aufwärtstrend

Geschäftsleitung bilanziert zur Rentnerweihnachtsfeier ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die Belegschaft im Großunternehmen ist um 88 Mitarbeiter angewachsen. Vor allem als Automobilzulieferer ist das Werk stark am Markt.

Darin sind sich Geschäftsführung und Betriebsrat von Constellium einig: "Das vergangene Jahr ist gut gelaufen und mit Blick in die Zukunft ist auch die Motivation wieder da." Mit dieser Aussage bekräftigte Wolfgang Bandel als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender den Bericht von Geschäftsführer Jochen Chwalisz bei der diesjährigen Rentnerfeier.

Nach Krisenjahren läuft es wieder rund bei Constellium. Dafür sprechen auch die Mitarbeiterzahlen. "Seit der Weihnachtsfeier 2016 sind wir um insgesamt 88 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 2 160 gewachsen", berichtete Chwalisz. Maßgeblich seien insbesondere die Einstellungen am Standort Gottmadingen gewesen, der Wachstumstrend habe sich auch 2017 fortgeführt habe. Bis zum Jahresende werde Constellium mehr als 35 Millionen Euro investieren, "eine beeindruckende Zahl", so der Geschäftsführer. Auch der diesjährige Geschäftsverlauf zeige ein erfreuliches Bild. Die Abliefermengen lägen insgesamt leicht über dem Vorjahr, im Automotive-Bereich setze sich das Wachstum fort. Lediglich Verschlussbleche hätten das Rekordvolumen nicht wiederholen können. "Aber insgesamt werden wir ein Betriebsergebnis über dem Vorjahresniveau erreichen", teilte Chwalisz mit.

Im Fokus stehe klar der Kunde, nannte er Service, Liefertreue und kurze Lieferzeiten, hochwertige Produkte, die die Firma vom Wettbewerb abheben. Dazu zählen Sonderwerkstoffe mit hoher Umformbarkeit für die Automobilindustrie und besondere Oberflächenanforderungen zum Beispiel für dekorative Anwendungen. "Der Wettbewerb wird nicht nachlassen", sieht Chwalisz vor allem auch China als Konkurrenten. Erfreut konnte er berichten, dass in den Produktionsabläufen zahlreiche Verbesserungen erreicht wurden. "Im Bereich der Automobilindustrie mit zunehmenden Trend hin zum Leichtbau und Elektrofahrzeugen, die auf Aluminium-Werkstoffen basieren, sind wir einer der kompetentesten Ansprechpartner weltweit." An diesem Erfolg hätten auch die Pensionäre mitgearbeitet, das Unternehmen sei aus schwierigen Situationen letztlich immer wieder gestärkt hervorgegangen.

Der stellvertretende Betriebsrat Wolfgang Bandel blickte auf die vergangenen 18 Monaten zurück und bezog sich auf die Artikel im SÜDKURIER, der über die jeweilige Entwicklung informierte. "Jede Nachricht war positiv, seit gut eineinhalb Jahren stehen die Zeichen auf grün", zitierte Bandel aus den Berichten. Rolf Schenking, der 2016 als Geschäftsführer in den Betrieb kam und mit Jochen Chwalisz die Firma leitet, habe die Alu wieder auf Vordermann gebracht und für die Erfolgsgeschichte in allen Produktionsbereichen gesorgt. Seine Anerkennung richtete Bandel an die Rentner: "Ohne euch gebe es die Alu in diesem Umfang nicht." Constellium ist auch für die Stadt wichtig, unterstrich Bürgermeisterin Ute Seifried: "Als größter Arbeitgeber trägt der Betrieb durch die Gewerbesteuer zum Wohlergehen der Stadt bei."

 

Das Jahr in Zahlen

  • Mitarbeiter: Constellium liegt im Aufwärtstrend. Nach Neueinstellungen beschäftigt das Unternehmen derzeit 2160 Mitarbeiter und ist damit der größte Arbeitgeber der Stadt.
  • Standorte: Maßgebend waren insbesondere die Einstellungen am Standort Gottmadingen, der auf rund 600 Mitarbeiter angewachsen ist und weiter ausgebaut werden soll.
  • Investitionen: Mehr als 35 Millionen Euro will das Unternehmen investieren, darin ist auch die Automatisierung der Kaltwalzen enthalten. (ros)

 

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