Ein knappes Jahr ist es noch bis zur nächsten Kommunalwahl. – Eine lange Zeit, doch der Ortsverein der Singener CDU macht sich jetzt schon fit für den nächsten Wahlkampf, um sich von anderen Gruppierungen absetzen zu können. Mit einer Informationsreihe wollen sich die Christdemokraten auf die brennenden Fragen und Ziele vorbereiten. Zum Auftakt hatte der Vorsitzende Franz Hirschle Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler in den Ortsverein eingeladen. Im MAC-Museum zeichnete der OB vor den Mitgliedern sein Bild der Stadt.

Welche Themen treiben den Gemeinderat um? Was wird wichtig für die Kommunalwahl? Und wo besteht Handlungsbedarf in der Stadt? Die Beantwortung dieser Fragen ist für Häusler ein Heimspiel. "Die Wirtschaft läuft außerordentlich gut", berichtet er. "Die Gewerbesteuer sprudelt. Die Auftragsbücher sind voll und die Industrie investiert." Ein Imagewandel weg vom hässlichen Entlein hin zur Kultur- und Freizeitstadt mit interessantem Einzelhandel vollziehe sich. "In unserer Stadt herrscht ein tolles Wir-Gefühl", stellt Häusler fest. Die vielen Bauaktivitäten erzeugten Aufbruchstimmung, seien aber auch eine Herausforderung.

Häusler rechnet damit, dass Themen wie der Mangel an Sozialwohnungen, die zunehmende Belastung im Straßenverkehr und der Mangel an Pflegekräften in der Klinik und in den Pflegeeinrichtungen den Kommunalwahlkampf im März 2019 bestimmen werden. Auch die Integration von Geflüchteten werde die Stadt weiter stark beschäftigen.

Drei drängende Großinvestitionen bereiten dem Verwaltungschef noch Finanzierungssorgen: die dreiteilige Sporthalle für rund 10 Millionen Euro, der drängende Umbau des Hallenbades für 15 bis 18 Millionen Euro zu einem Freizeitbad und der Neubau der Feuerwache für über 10 Millionen Euro.