Wenn alle an einem Strang ziehen, dann kann etwas Glänzendes entstehen – zum Beispiel zur Adventszeit in Singen. „Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei“, lautet die Erkenntnis von Singens OB Bernd Häusler. Der Handel müsse die Gemeinschaft suchen, um Plattform für Erlebnis zu schaffen. „Schön, dass alle an einem Strang in die selbe Richtung ziehen“, lobt er die breite Unterstützung durch Vereine, Initiativen und Kirchen, um die Weihnachtszeit zu erleuchten.

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Es sei gelungen, so Claudia Kessler-Franzen vom Standortmarketingverein Singen-aktiv, einen strahlenden Faden vom Markt durch die Stadt bis zu den Sternen des Südens zu spinnen. Ihr Team hat das Programm zur Adventszeit – vom Hüttenzauber bis zum Krippenpfad – gebündelt. Bläser unterhalten am Wochenmarkt und in der Innenstadt samstagvormittags Ensembles der Jugendmuskschule. Partner aus der ganzen Stadt machen Singen zur Weihnachtszeit zu einem Ort der Begegnung.

Krippenpfad lockt mit 42 Stationen

„Es ist wieder soweit, wir wollen eine Lawine lostreten“, so Gerd Springe als Vorsitzender von Singen-aktiv. Die Vorweihnachtszeit sei eine wichtige für den Handel: „Jeder siebte bestellt Geschenke bereits online.“ Im Umkehrschluss heißt das aber auch, das über 85 Prozent der Kunden den Einzelhandel zum Weihnachtseinkauf nutzen. „Ein florierender Handel ist das Fundament städtischer Entwicklung“, sagt Springe und der Cityring-Vorsitzende Michael Burzinski pflichtet ihm bei. Die Kundenfrequenz zu steigern sei von großer Bedeutung für den Handel. Das Konzept der Verzahnung von Rathausplatz und Innenstadt sei deshalb entscheidend. Ein Faktor dafür sei der Krippenpfad, den Antonio Zecca mit Schülern der Schlossschule Gaienhofen gestaltet hat und der in diesem Jahr über 42 Stationen bis in die Südstadt führt. „Unser Ziel war es, mit nachhaltigen Materialien Krippen zu schaffen, die das Thema Armut kreativ interpretieren“, erklärt Zehntklässler Georg Raach.

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Auch beim Hüttenzauber, dem Weihnachtsmarkt am Rathaus, wollen die Veranstalter – wie Frank Schuhwerk betont – der Besinnlichkeit mehr raum geben – durch stimmungsvolle Musik auf dem Rathausplatz und die Sterne-Montage: Statt Party gibt es an drei Tagen weihnachtliche Menüs neu interpretiert in der Urweisse Hütt‘n.

Und dann sei Singen einladend für Gäste von außerhalb. Vom Parkplatz auf der Offwiese oder im direkt im Parkhaus am Hohgarten seien die Wege zu den weihnachtlichen Aktionen in der Stadt kurz.