Wenn es darum geht, für einen guten Zweck zu laufen, ist Singen dabei. Zum vierten Stadtlauf hatten sich in diesem Jahr vorab 950 Teilnehmer angemeldet, drei Minuten vor dem Start eilten noch zwei Spätankömmlinge zur Startlinie. Und sie waren nicht die einzigen: 1150 Läufer hatte Daniel Hirt von der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau als Veranstalter als letzten Stand verkündet – das sind mehr als im vergangenen Jahr. Schnelligkeit war nicht gefragt, es zählten die Runden.

Laufen hat sich in Singen zum Breitensport entwickelt, von Kindern im Kinderwagen oder auf dem Laufrad bis hin zu Senioren sammelten sich die Teilnehmer vor dem Start auf dem Rathausplatz. Wegen der Bauarbeiten rund um den Bahnhof führte die Strecke in diesem Jahr nicht durch die Stadt, sondern durch das Landesgartenschaugelände. Für jede gelaufene Runde von 1,7 Kilometer sponsert die Volksbank einen Euro. Der Erlös des diesjährigen Stadtlaufs soll der Bürgerstiftung und dem Verein InSi zu Gute kommen.

Zweijähriger geht mit Laufrad an den Start

„30 Runden schaffen wir, eher mehr“, war sich Ulrike Wiese vom Narrenverein Neu-Böhringen sicher. „Natürlich gesamt“, fügte sie gleich hinzu, denn mit 30 Mitgliedern waren sie angetreten. „Jeder läuft so viele Runden, wie er schafft“, sagt Andrea Bechler, die mit Mann und beiden Kindern dabei war – der zweijährige Sohn ging mit Laufrad an den Start. Auch die Musiker der fünf Guggenmusiken, die schon vor dem Start für lautstarke Töne gesorgt hatten, zeigten sich im Pulk von der sportlichen Seite. Jennifer Denzel von den Burnin‘ Tunes war mit ihrem 16 Monate alten Sohn dabei und sah dem Lauf gelassen entgegen: „Es gibt ja die Zwischenstopps, wo wir wieder spielen.“

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Ob im Sprint oder Schritttempo: Bestens gestimmt geht es los

Als Moderator Stephan Glunk „Noch vier Sekunden“ verkündete und Oberbürgermeister Bernd Häusler den Startschuss gab, bot sich ein seltenes Bild: Bestens gestimmt machten sich die Läufer auf zur ersten Runde, sei es im Sprint oder gemächlich im Schritttempo. Und unter ihnen die Guggenmusiken, die wie im Fasnachtsumzug kräftig in die Instrumente bliesen.

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