Singen Singen bekommt ein neues Stadtbild

In der Hauptstraße entstehen futuristische Mehrfamilienhäuser und auch beim Scheffelareal tut sich einiges.

Das Gesicht der Singener Innenstadt verändert sich nicht nur durch den Bau des ECE-Einkaufscenters, sondern auch durch zahlreiche Wohnbauprojekte. Singen wird durch die Bebauungen, die in den nächsten Jahren realisiert werden, zur modernen Wohnstadt. Auf dem Herz-Jesu-Platz, dem ehemaligen Kunsthallenareal, dem Scheffelareal und auf dem Gelände der ehemaligen Friedenslinde an der Hauptstraße entstehen Wohngebäude. Zwei Wohngebäude werden an der Kolpingstraße auf dem ehemaligen Elma-Areal realisiert.

Eine große Baustelle gibt es an der Hauptstraße und Alemannenstraße. Der Abbruch der bestehenden Gebäude soll bis Juni abgeschlossen sein. Dort entstehen unter neuer Planungsregie des Büros Re2Area aus Heidelberg im Auftrag der BPD Immobilienentwicklungs GmbH Stuttgart fünf Wohnhäuser mit bis zu fünf Stockwerken. Geplant sind Gebäude verbindende große Balkone, Terrassen und Dachterrassen, eine Tiefgarage und eine zur Hauptstraße hin verglaste Front. Sie wird aus Lärmschutzgründen angebracht. Bauamtsleiter Thomas Mügge zeigte in einer Sitzung des Bauausschusses aktuelle Visualisierungen des Bauprojekts, bei dem 57 zwei- bis viereinhalb Zimmer-Wohnungen von 60 bis 107 Quadratmetern entstehen. Eine Besonderheit sind die abgerundeten Balkone und Gebäudekanten, die den Häusern ein futuristisches Aussehen geben. Der zentrale Innenhof soll intensiv begrünt werden, dort sind außerdem Kinderspielflächen geplant.

So soll das Scheffelareal in der Zukunft mit gemischten Wohnformen und Grünflächen von der Bahnhofstraße aus aussehen.
So soll das Scheffelareal in der Zukunft mit gemischten Wohnformen und Grünflächen von der Bahnhofstraße aus aussehen. | Bild: Architekturbüro Schaudt

„Das ist eine echte Aufwertung an einem nicht ganz einfachen Ort, wir bekommen hier attraktives innerstädtisches Wohnen“, urteilte SPD-Gemeinderat Walafried Schrott. Das Großprojekt im Sanierungsgebiet Scheffelareal zwischen Haupt-, Bahnhof-, Hegau- und Scheffelstraße, auf dem rund 250 Wohnungen entstehen sollen, kommt langsam voran. „Wir kommen der Sache in kleinen Schritten näher“, sagte Stadtplaner Tilo Brügel. Derzeit laufen noch Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern und die könnten sich bekanntlich hinziehen. Die Wohn- und Geschäftshäuser Scheffelstraße 1, Bahnhofstraße 9 und Hegaustraße 2 sollen als „stadtbildprägende Gebäude“ erhalten bleiben. Das Entwurfskonzept lieferte das Architekturbüro Schaudt, der Bebauungsplan solle nach der Sommerpause in den Gemeinderat. Im Herbst könne es dann weitergehen. Weitere Punkthäuser im Bereich Richtung Scheffelstraße seien neben mehreren Mehrfamilienhäusern noch möglich. In dem Gebiet soll nicht nur Wohnen möglich sein, auch Gewerbe, Arztpraxen und ein Pflegeheim können hier einziehen. Die Entwicklung des Scheffelareals ist Teil des integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK Singen 2030, das die Stadt mit Bürgern und Vereinen entwickelt hat und Singen als weltoffene, Natur und Kultur verbundene Stadt definiert.

 

Gebäude des Areals

Vier Gebäudetypen soll es auf dem Scheffelareal geben. Ein langer Riegel für Wohnen an der Hauptstraße, ein U-förmiges Pflegeheim an der Bahnhofstraße, ein achtgeschossiges Wohnhaus an der Blockecke und fünf Punkthäuser im Innenhof für alle Altersgruppen. Als Punkthaus bezeichnet man laut Duden ein einzeln stehendes Hochhaus, bei dem alle Wohnungen von einem zentralen Treppenhaus und Aufzug enthaltenden Raum ausgehen. Im Erdgeschoss der Gebäude am Blockrand ist Gewerbe möglich.

 

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