Kaum ragt ein neuer Gasspeicher in die Höhe, ist schon das nächste Projekt der Kläranlage Bibertal-Hegau in Sicht: Mit der vierten Reinigungsstufe sollen beispielsweise Mikroverunreinigungen aus eingespülten Arzneimitteln aus Abwasser genommen werden. Laut Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler sind das Investitionen, damit der Rhein und die Natur noch sauberer, noch umweltfreundlicher und noch naturschonender behandelt werden. Häusler ist Vorsitzender des Abwasserverbandes Hegau Süd und kündigte das nächste Projekt für Jahresende an. Erstmal weihten die Verbandsvertreter aber die jüngsten Neuerungen ein, die in zwei Jahren Bauzeit rund sieben Millionen Franken gekostet haben.

Abwassergebühren sollen niedrig bleiben

Die Kläranlage Bibertal-Hegau in Ramsen im Kanton Schaffhausen reinigt seit 1976 rund 16 Millionen Kubikmeter Abwasser von circa 120 000 Einwohnern aus acht angeschlossenen Gemeinden auch aus Deutschland, darunter sind auch deutsche wie Singen am Hohentwiel, Engen, Gottmadingen und Rielasingen-Worblingen. Kernstück der jüngsten Erneuerung war die Gasanlage mit einem neuen Gasspeicher. Erneuert wurden zudem die Anlage die Schlammbehandlung sowie die Steuerung und das Prozessleitsystem. Dabei galt es, die Kosten im Blick zu behalten: „Es wird keine Kostenüberschreitung geben,“ versicherte Singens OB Bernd Häusler. Er richtete dabei den Blick fragend auf Simone Bützer. Die Umweltingenieurin hat für die Firma Hunziker Betatech die Arbeiten begleitet und bestätigte: Die Arbeiten bleiben im Budget. Singens Oberbürgermeister sagte daraufhin, dass „die Abwassergebühren bei uns niedrig bleiben werden“.

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Zusammenarbeit über Grenze, aber ohne Berlin, Bern oder Brüssel

Phillippe Brühlmann bezeichnete die Kläranlage als „großen und unverzichtbaren Leuchtturm grenzüberschreitender Zusammenarbeit“, die einwandfrei funktioniere. Er ist Gemeindepräsident von Thayngen und Präsident des Abwasserverbandes Bibertal. „Und stellen Sie sich vor,“ fügte Brühlmann hinzu, „dies alles ohne Berlin, ohne Bern oder Brüssel.“